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Brandversuche im Rendsburger Straßentunnel: Meilenstein für die Weströhre

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Rendsburg - „Insgesamt planen wir acht Brandversuche an fünf Standorten in der Weströhre“, sagt Sönke Meesenburg - Fotos: WSA-Kiel

Die Grundinstandsetzung des Rendsburger Kanaltunnels erreicht einen weiteren Meilenstein: Mit Brandversuchen lässt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau testen, ob die relevanten Systeme des Tunnels in der Weströhre auf Hitze und Rauch korrekt reagieren. Für diese „Feuerproben“ sind zwei aufeinander folgende nächtliche Vollsperrungen des Kanaltunnels erforderlich: Die erste Sperrung erfolgte am Mittwoch, den 09. Dezember auf Donnerstag, die zweite Sperrung ist von Donnerstag, den 10. Dezember auf Freitag jeweils von 21 bis 5 Uhr.

„Insgesamt planen wir acht Brandversuche an fünf Standorten in der Weströhre“, sagt Sönke Meesenburg, Leiter des zuständigen Fachbereichs beim WSA. „Dabei kommt eine PKW-Attrappe zum Einsatz, mit der sich Fahrzeugbrände simulieren lassen.“ Da dieser PKW Brandsimulator mit Flüssiggas befeuert wird, entsteht im Vergleich zu früheren Brandversuchen mit Benzin in offenen Schalen deutlich weniger Ruß. Dadurch wird der Reinigungsbedarf im Tunnel nach den Brandversuchen minimiert. Trotzdem kann der abziehende Rauch über den Tunnelvorfeldern kurzzeitig wahrnehmbar sein.
„Mit den Brandversuchen wird die automatische Brandmeldeanlage im Straßentunnel getestet“, erläutert Sönke Meesenburg. „Auch die weiteren Sicherheitseinrichtungen, wie etwa Fluchtwegkennzeichnung, Warn- und Hinweisleuchten sowie Tunnelsperranlagen müssen ihre Funktionstüchtigkeit im Brandfall unter Beweis stellen“, sagt Meesenburg. Die Brandversuche dienen außerdem dazu, zu untersuchen, wie sich der Rauch ausbreitet und wie wirksam die Brandbelüftung bei verschiedenen Luftströmungen arbeitet. „Außerdem können Rettungskräfte und Betriebspersonal sich ein Bild von den Funktionen der Tunneltechnik im Brandfall machen“, erklärt Meesenburg.


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