Zugeschneite Hydranten: Wenn jede Minute zählt
| von Thomsen / Foerde.news
Leben – Mit den jüngsten Schneefällen verschwinden sie oft völlig aus dem Straßenbild: Hydranten. Was im Alltag kaum auffällt, kann im Ernstfall lebensgefährlich werden. Sind die Wasserentnahmestellen der Feuerwehr unter Schneebergen verborgen oder zugeparkt, verlieren Einsatzkräfte wertvolle Minuten – Zeit, die bei einem Brand über Menschenleben und Sachschäden entscheidet.
Feuerwehren weisen daher regelmäßig darauf hin, wie wichtig frei zugängliche Hydranten für die Löschwasserversorgung sind. Besonders in dicht bebauten Wohngebieten oder in Straßenzügen mit vielen parkenden Fahrzeugen sind die Mannschaften darauf angewiesen, dass die Hydranten schnell gefunden und problemlos in Betrieb genommen werden können.
Was Bürgerinnen und Bürger tun können
Jede und jeder kann dazu beitragen, die Sicherheit im Wohnumfeld zu erhöhen. Bereits kleine Maßnahmen helfen der Feuerwehr im Ernstfall enorm:
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Hydranten freischaufeln: Wer einen Hydranten in der Nähe des eigenen Hauses oder Parkplatzes kennt, sollte ihn nach Schneefall von Schnee und Eis befreien. Idealerweise wird ein Radius von etwa einem Meter rund um den Hydranten freigeräumt, sodass Feuerwehrleute ihn sofort nutzen können.
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Markierungen sichtbar halten: Viele Hydranten sind über Schilder oder Markierungsstangen gekennzeichnet. Diese Hinweise sollten nicht durch Schneeberge, abgestellte Mülltonnen oder Fahrzeuge verdeckt werden.
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Nicht zuparken: Hydranten – ob als Deckel in der Fahrbahn, am Gehweg oder als oberirdischer Hydrant – dürfen nicht zugeparkt werden. Fahrzeuge, die direkt davor oder darüber abgestellt sind, können den Zugang erheblich verzögern.
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Hinweise an die Stadt/Feuerwehr geben: Sind Hydranten dauerhaft schwer zugänglich, unleserlich markiert oder beschädigt, lohnt sich eine Meldung an die Kommune oder die örtliche Feuerwehr. So können Mängel rechtzeitig behoben werden.
Sicherheit beginnt vor der eigenen Tür
Zugeschneite Hydranten sind ein verstecktes Risiko, das sich mit wenig Aufwand deutlich reduzieren lässt. Wer beim Schneeräumen nicht nur an die Einfahrt, sondern auch an den nächstgelegenen Hydranten denkt, leistet einen konkreten Beitrag zur Sicherheit im eigenen Wohnviertel. Denn im Brandfall zählt jede Minute – und jede freigelegte Wasserquelle.