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Wrack „Simone“ aus dem Wikinghafen entfernt

 |  von Thomsen / Foerde.news

Ende einer langen Geschichte - Foto: Herbert Schmidtke

Schleswig – Nach monatelangen Prüfungen und Sicherungsarbeiten ist die Beseitigung des Schiffswracks „Simone“ im Schleswiger Wikinghafen abgeschlossen. Ein Transport über den Wasserweg hatte sich zuvor als zu riskant erwiesen. Die Kosten für die Maßnahme liegen nach Angaben der Stadt im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Die Arbeiten zur Beseitigung des Schiffswracks „Simone“ im Wikinghafen sind beendet. Wie Nina Lorentzen, Pressesprecherin der Stadt Schleswig, mitteilt, konnten die Abwrackungsarbeiten in der 34. Kalenderwoche erfolgreich abgeschlossen werden. Die letzten Wrackteile werden an diesem Donnerstag aus dem Hafen entfernt. Anschließend soll auch das eingesetzte Containerschiff samt Bagger den Wikinghafen verlassen.

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Der Umgang mit der nicht mehr schwimmfähigen „Simone“ hatte die Stadt und zahlreiche Einsatzkräfte über Monate beschäftigt. Gemeinsam mit Fachleuten wurden verschiedene Möglichkeiten geprüft, um das Wrack sicher aus dem Hafen zu entfernen. Grundlage dafür war unter anderem ein Gutachten zu den technischen Möglichkeiten einer Bergung.

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Zunächst war vorgesehen, die „Simone“ auf dem Wasserweg abzutransportieren. Das Schiff sollte dafür gesichert, in den Stadthafen verholt und anschließend für einen Weitertransport zur Schiffswerft nach Arnis vorbereitet werden. Um dem Wrack die notwendige Schwimmfähigkeit zu verleihen, sollten spezielle Planen unter dem Rumpf angebracht werden. Diese waren von der Firma Oellerking bereitgestellt worden.

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Die Pläne ließen sich jedoch nicht umsetzen. Nach Angaben der Stadt verhinderten die Wetter- und Wasserverhältnisse, dass die Planen wie vorgesehen unter dem Schiff befestigt werden konnten. Gleichzeitig verschlechterte sich der Zustand des Wracks weiter. Ein Transport auf dem Wasser wäre damit nur noch unter erheblichen Risiken möglich gewesen.

Während der Suche nach einer geeigneten Lösung waren wiederholt Sicherungsarbeiten notwendig. Im Einsatz waren unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Schleswig, das Technische Hilfswerk und die Stadtwerke SH. Eingedrungenes Wasser wurde abgepumpt, Leckagen wurden abgedichtet und weitere Teile des Schiffes gesichert. Unter anderem wurde der Mast entfernt.

Schließlich fiel die Entscheidung, die „Simone“ direkt im Wikinghafen zu zerlegen. Mit dem Rückbau wurde die Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH beauftragt, die die Arbeiten gemeinsam mit der Schultz Recycling GmbH ausführte. Das dabei anfallende Material wurde nach Angaben der Stadt ordnungsgemäß entsorgt und verwertet.

Während der Arbeiten standen nach Angaben der Stadt insbesondere der Umweltschutz und die Sicherheit der Einsatzkräfte im Vordergrund. Die bislang absehbaren Kosten für die gesamte Maßnahme bewegen sich im niedrigen sechsstelligen Bereich. Wie die Kosten letztlich verteilt werden, soll nun auf Grundlage der geltenden Zuständigkeiten geklärt werden. Die Stadt befindet sich dazu nach eigenen Angaben weiterhin im Austausch mit dem Eigentümer des Schiffes.

Bürgermeister Jonas Kähler spricht nach Abschluss der Arbeiten von einer außergewöhnlichen Aufgabe. „Die Beseitigung der ‚Simone‘ war eine außergewöhnliche und anspruchsvolle Aufgabe, für die es keine Standardlösung gab“, erklärt Kähler. Viele Beteiligte hätten über einen langen Zeitraum gemeinsam nach der bestmöglichen Lösung gesucht. Der erfolgreiche Abschluss sei dem Engagement, der Fachkompetenz und der Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte, Behörden und Unternehmen zu verdanken.

An der Maßnahme beteiligt waren neben Mitarbeitern der Stadt unter anderem Feuerwehr, THW, Stadtwerke SH, die Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH, die Schultz Recycling GmbH, die Schiffswerft Otto Eberhardt GmbH sowie die Firma Oellerking. Auch den Anwohnern und Besuchern des Wikinghafens dankt die Stadt für ihr Verständnis während der Arbeiten und die Beachtung der Absperrungen.