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Vor 15 Jahren: Letzter Abschnitt der Osttangente wurde freigegeben

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Flensburg: Offiziell freigegeben wurde der letzte Abschnitt des Mammutprojektes am 9. Oktober 2006 - Foto: Iwersen

Es war eines der größten und langwierigsten Bauprojekte in der Nachkriegsgeschichte der Stadt: Der Bau der „Innenstadtentlastungsstraße Ost“. Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des Projektes vergingen mehr als 50 Jahre.

Die ersten Ideen zum Bau der Tangente sollen bis in die 50er-Jahre zurückreichen – doch erst in den Siebzigern wurde das Vorhaben konkreter und konnte dann weitere 20 Jahre später mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes buchstäblich in Asphalt gegossen werden. Dieser erste Abschnitt der neuen Ostumgehung reichte von der Bundesstraße 200 am Knotenpunkt Flensburg-Süd bis zur Kreuzung mit der Eckernförder Landstraße und wurde im Jahr 1992 fertiggestellt.

Große Brücke im Lautrupsbachtal

Neun Jahre später, im Jahre 2001, wurde der zweite Abschnitt der bald „Osttangente“ genannten Straße zwischen der Eckernförder Landstraße und der Kreuzung Adelbylund fertiggestellt und eingeweiht. Dieser Abschnitt schuf auch Anschluss an weitere Stadtteile und den Campus.

Der dritte Bauabschnitt schuf dann den Anschluss an die Nordstraße: Mit der großen Brücke im Lautrupsbachtal lag in diesem Teil der Umgehungsstraße auch das größte Bauprojekt – denn die Brücke wurde nicht in Fertigteilen angeliefert und montiert, sondern vor Ort betoniert. Selbst eineinhalb Jahrzehnte später mutet das Bauwerk, das auch die Glücksburger Straße überspannt, noch futuristisch an.

In der Folge wurde auch die Nordstraße mit Anschluss an die Osttangente bis zur Kreuzung Schottweg auf vier Spuren ausgebaut, um die erwarteten Verkehrsmengen aufnehmen zu können.

Hoher Flächenverbrauch

Auf einer Verkehrsmengenkarte aus dem Jahre 2015 (neuere Daten sind nicht verfügbar) weist die Osttangente auf dem Abschnitt östlich der B200 bereits eine Nutzung durch mehr als 28.000 Fahrzeuge täglich aus – die sich zuvor alle durch die Innenstadt oder über die mittlerweile zurückgebaute Ringstraße quälen mussten.

Doch es gab seit jeher auch Kritik an der Streckenführung und der Tangente selbst: Bürgerinitiativen kritisierten immer wieder den Flächenverbrauch der neuen Umgehungsstraße und sahen insbesondere im Lautrupsbachtal die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Natur nicht ausreichend berücksichtigt.

Offiziell freigegeben wurde der letzte Abschnitt des Mammutprojektes am 9. Oktober 2006, nachdem am Tag zuvor ein großes Bürgerfest auf der neuen Straße stattgefunden hatte.


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