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Vollsperrung am Ochsenweg: Stadtwerke verlegen 110-kV-Stromleitung

 |  von Thomsen / Foerde.news

Im Ochsenweg in Fahrtrichtung Weiche und Jarplund kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen - Foto: Thomsen

Flensburg – Die Stadtwerke Flensburg treiben den Ausbau der Strominfrastruktur für die Energiewende weiter voran – mit spürbaren Auswirkungen für den Verkehr in Flensburg. Neben der bereits angekündigten Vollsperrung des Ochsenwegs steht nun ein weiterer Verkehrsknotenpunkt vorübergehend still: Auch der Kreuzungsbereich Apenrader Straße/Bauer Landstraße/Neustadt wird vollständig gesperrt.

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Zwei Großsperrungen für ein Ziel

Die Bauarbeiten für die neue 110.000-Volt-Stromleitung (110 kV), die Flensburg an das deutsche Stromnetz anschließen soll, machen umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich. Im Zuge dessen wird der Ochsenweg zwischen Husumer Straße und „An der Schleswag“ vom 12. November bis zum 12. Dezember 2025 voll gesperrt. Bereits zuvor, vom 15. August bis zum 21. November 2025, ist der Kreuzungsbereich Apenrader Straße/Bauer Landstraße/Neustadt nicht passierbar.

Die Leitung ist zentraler Bestandteil der klimapolitischen Strategie der Stadtwerke Flensburg: Bis 2035 soll die Stadt vollständig CO₂-neutral mit Fernwärme versorgt werden – vorausgesetzt, die politischen und technischen Rahmenbedingungen stimmen.

Rückgrat für Wärmewende und E-Mobilität

„Zum einen wird die bisherige Hochvoltanbindung an das dänische Stromnetz nicht fortgeführt. Zum anderen benötigen wir für unsere geplanten Großwärmepumpen deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Quellen“, erklärt Karsten Müller-Janßen, Geschäftsführer der Stadtwerke. Auch der wachsende Bedarf durch Elektromobilität mache eine leistungsstarke Anbindung ans deutsche Netz erforderlich.

Die neue, etwa neun Kilometer lange Stromtrasse verläuft vom künftigen Umspannwerk auf dem Stadtwerke-Gelände über die Harrisleer Straße, die Harrisleer Umgehung, den Ochsenweg sowie nun auch den Bereich der Apenrader Straße bis zum Umspannwerk in Weding.

Beeinträchtigungen sollen möglichst gering bleiben

Die Bauarbeiten bedeuten Einschränkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer – das ist den Stadtwerken bewusst. Deshalb setzt man auf eng getaktete Bauzeiten, zwei parallel arbeitende Firmen und das sogenannte Bohrverfahren, wo immer es technisch möglich ist. In besonders steilen Straßenabschnitten, wie der Harrisleer Straße, muss jedoch konventionell gegraben werden.

Ein detaillierter Verkehrszeitenplan wurde erstellt, die Kommunikation mit der Bevölkerung wird breit aufgestellt: Neben dem Verkehrsticker des TBZ informieren die Stadtwerke auf ihrer Website, über Anwohnerschreiben, persönliche Gespräche mit Gewerbetreibenden und Beiträge in Stadtteilforen.

Trotz aller Unannehmlichkeiten sehen die Stadtwerke in dem Projekt einen notwendigen Schritt: „Die neue Leitung ist eine Investition in die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz – und damit in die Zukunft unserer Stadt“, so Projektleiter Nils Seidel.