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Unfallschwerpunkt Neumarkt

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Am Neumarkt kommt es immer wieder zu beinahe Unfällen Foto:Foerde.news

Am gestrigen Dienstagnachmittag kam es erneut zu einem schweren Unfall am Neumarkt in Flensburg.

Im September 2017 wurde am Neumarkt/Husumer Straße der damals 14-jährige Paul auf dem Weg zur Schule von einem rechtsabbiegenden LKW erfasst und tödlich verletzt.

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Paul befuhr, wie der am Dienstagnachmittag verletzte Radfahrer, die Straße „Schützenkuhle“ in Richtung Friedricht-Ebert-Straße (Deutsches Haus). Ein ebenfalls auf der Schützenkuhle fahrender PKW wollte nach rechts in die Husumer Straße abbiegen. Dabei kreuzten sich bei beiden Unfällen die Wege beider Verkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich. In beiden Fällen kam es zu einer Berührung. Während im Jahr 2017 der 14-jährige Paul sein Leben verlor, hatte der 32-jährige Radfahrer am Dienstagmittag Glück, weil sein E-Bike nur am Hinterrad getroffen wurde. Dennoch zog er sich schwere Verletzungen im Gesicht zu.

Bereits im Jahre 2017 wurden einige Sofortmaßnahmen getroffen, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen, politische Anträge sorgten zudem dafür, dass der Radweg um den kompletten Neumarkt in Rot markiert wurde.

Dazu sagte im Dezember 2017 Lange in einem Telefon-Interview folgendes: “Generell geht es ja darum, den toten Winkel nicht mehr den toten Winkel sein zulassen, so dass man sehen kann, ob sich beim Abbiegen eine Person oder ein Fahrrad neben einem befindet.“

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Von der CDU-Ratsfraktion wurde dieser Vorschlag der kostengünstigen Variante 2018 in den Planungsausschuss eingebracht und fand dort eine Mehrheit. Umgesetzt wurde diese Maßnahme bis heute jedoch nicht. Im Jahr 2019 kamen diese „Trixie-Spigel“ noch einmal auf den Tisch der Planungspolitiker, dieses mal als Vorschlag des SSW. Sponsoren fanden sich ebenfalls für die Spiegel. Auch diese für die Stadt kostenlose Lösung wurde nicht umgesetzt.

Auch eine Idee der FDP wurde nicht umgesetzt und im Planungsausschuss abgeschmettert. Die FDP-Fraktion schlug vor den, Radverkehr um ein paar Meter weiter nach oben in die Husumer Straße umzuleiten, wo auch die Fußgänger die Straße queren.

Nun kam es am Dienstagnachmittag wieder zu einem Unfall. Die Lösung der Stadt ist laut Pressesprecher Clemens Teschendorf, dass so schnell wie Möglich die Ampelschaltung geändert werden solle. So soll der KFZ-Verkehr getrennt von dem Radverkehr Grün erhalten.

Warum die Ampelschaltung erst nach dem zweiten schweren Unfall geändert werden soll und nicht schon damals im Jahre 2017 konnte unserer Redaktion niemand beantworten. So habe man versucht, mit den anderen Maßnahmen den Unfallschwerpunkt zu entschärfen.

Unserer Redaktion ist bekannt, dass es fast täglich zu brenzligen Situationen am Neumarkt kommt. So erreichen uns immer wieder Hinweise, dass Radfahrer an der Stelle fast oder leicht angefahren wurden, wobei diese dann aber keine ärztliche Hilfe brauchten. Es kam bei den kleineren Unfällen dann eher zu Materialschaden. Der Pressesprecher der Polizei Flensburg teilte uns am Mittwochnachmittag mit, dass es seit 2015 bereits zu sieben Unfllen kam, von denen der tödliche Unfall von Paul 2017 und der von Dienstagabend die schwersten waren.

In allen Fällen, in denen ein Mensch zu Schaden gekommen ist, möchten wir jedoch auch sagen, dass die Radfahrer ebenfalls umsichtig fahren sollten und nicht auf ihr Recht der Vorfahrt bestehen sollten.
Der Autofahrer verliert möglicherweise seinen Führerschein, der Radfahrer aber vielleicht sein Leben. So können wir von Förde.news nur hoffen, dass wir in Zukunft nicht mehr über Unfälle am Neumarkt berichten müssen.


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Paul befuhr, wie der am Dienstagnachmittag verletzte Radfahrer, die Straße „Schützenkuhle“ in Richtung Friedricht-Ebert-Straße (Deutsches Haus). Ein ebenfalls auf der Schützenkuhle fahrender PKW wollte nach rechts in die Husumer Straße abbiegen. Dabei kreuzten sich bei beiden Unfällen die Wege beider Verkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich. In beiden Fällen kam es zu einer Berührung. Während im Jahr 2017 der 14-jährige Paul sein Leben verlor, hatte der 32-jährige Radfahrer am Dienstagmittag Glück, weil sein E-Bike nur am Hinterrad getroffen wurde. Dennoch zog er sich schwere Verletzungen im Gesicht zu.

Bereits im Jahre 2017 wurden einige Sofortmaßnahmen getroffen, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen, politische Anträge sorgten zudem dafür, dass der Radweg um den kompletten Neumarkt in Rot markiert wurde.

Dazu sagte im Dezember 2017 Lange in einem Telefon-Interview folgendes: “Generell geht es ja darum, den toten Winkel nicht mehr den toten Winkel sein zulassen, so dass man sehen kann, ob sich beim Abbiegen eine Person oder ein Fahrrad neben einem befindet.“

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Von der CDU-Ratsfraktion wurde dieser Vorschlag der kostengünstigen Variante 2018 in den Planungsausschuss eingebracht und fand dort eine Mehrheit. Umgesetzt wurde diese Maßnahme bis heute jedoch nicht. Im Jahr 2019 kamen diese „Trixie-Spigel“ noch einmal auf den Tisch der Planungspolitiker, dieses mal als Vorschlag des SSW. Sponsoren fanden sich ebenfalls für die Spiegel. Auch diese für die Stadt kostenlose Lösung wurde nicht umgesetzt.

Auch eine Idee der FDP wurde nicht umgesetzt und im Planungsausschuss abgeschmettert. Die FDP-Fraktion schlug vor den, Radverkehr um ein paar Meter weiter nach oben in die Husumer Straße umzuleiten, wo auch die Fußgänger die Straße queren.

Nun kam es am Dienstagnachmittag wieder zu einem Unfall. Die Lösung der Stadt ist laut Pressesprecher Clemens Teschendorf, dass so schnell wie Möglich die Ampelschaltung geändert werden solle. So soll der KFZ-Verkehr getrennt von dem Radverkehr Grün erhalten.

Warum die Ampelschaltung erst nach dem zweiten schweren Unfall geändert werden soll und nicht schon damals im Jahre 2017 konnte unserer Redaktion niemand beantworten. So habe man versucht, mit den anderen Maßnahmen den Unfallschwerpunkt zu entschärfen.

Unserer Redaktion ist bekannt, dass es fast täglich zu brenzligen Situationen am Neumarkt kommt. So erreichen uns immer wieder Hinweise, dass Radfahrer an der Stelle fast oder leicht angefahren wurden, wobei diese dann aber keine ärztliche Hilfe brauchten. Es kam bei den kleineren Unfällen dann eher zu Materialschaden. Der Pressesprecher der Polizei Flensburg teilte uns am Mittwochnachmittag mit, dass es seit 2015 bereits zu sieben Unfllen kam, von denen der tödliche Unfall von Paul 2017 und der von Dienstagabend die schwersten waren.

In allen Fällen, in denen ein Mensch zu Schaden gekommen ist, möchten wir jedoch auch sagen, dass die Radfahrer ebenfalls umsichtig fahren sollten und nicht auf ihr Recht der Vorfahrt bestehen sollten.
Der Autofahrer verliert möglicherweise seinen Führerschein, der Radfahrer aber vielleicht sein Leben. So können wir von Förde.news nur hoffen, dass wir in Zukunft nicht mehr über Unfälle am Neumarkt berichten müssen.

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