Todesfall in der GP JOULE Arena überschattet Europapokalsieg der SG Flensburg-Handewitt

 |  von Thomsen / Foerde.news

Der 40:35-Sieg der Flensburger, der sportlich ein wichtiger Schritt im Europapokal war, hatte an diesem Abend für viele in der Halle kaum Bedeutung. - Fotos: foerde.news

Flensburg – Der 40:35-Erfolg der SG Flensburg-Handewitt im Europapokal-Heimspiel gegen Montpellier HB ist am Dienstagabend von einem tragischen Ereignis überschattet worden. Noch vor dem Anpfiff kam es in der Flensburger GP JOULE Arena  zu einem medizinischen Notfall im Zuschauerbereich, in dessen Folge ein 72-jähriger Mann verstarb.

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Rund 5000 Zuschauer waren in die Arena gekommen, doch kurz vor Spielbeginn herrschte plötzlich ungewohnte Stille. Die Musik verstummte, kein Klatschen, keine Anfeuerungsrufe. TV-Kommentator Markus Götz erklärte wenig später:
„Wer sich wundert über die Ruhe in der Halle, keine Musik-Zuspieler im Moment, keine Beschallung. Ich habe mir gerade sagen lassen, dass es einen medizinischen Notfall gibt. Und deswegen verzichtet man im Moment darauf. Was Genaueres weiß ich nicht. Wir drücken nur ganz fest die Daumen, dass es hoffentlich nicht so schlimm ist.“

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Vor der GP JOULE Arena standen Rettungswagen, Notarzt und ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr bereit. Nach Angaben eines Feuerwehrmannes war der Mann im Fan-Bereich zusammengebrochen. Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte, den 72-Jährigen zu reanimieren, blieben die Maßnahmen erfolglos. Er verstarb noch in der Halle.

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Zwar wurde die Partie anschließend angepfiffen, doch die Atmosphäre blieb während des gesamten Spiels gedämpft. Der sportliche Wettkampf rückte spürbar in den Hintergrund.

Die SG Flensburg-Handewitt äußerte sich noch am Abend über ihren WhatsApp-Kanal:

„Die SG Familie hält inne 🕯️🖤

Mit großer Betroffenheit müssen wir mitteilen, dass es bei unserem EHF-Heimspiel gegen Montpellier zu einem medizinischen Notfall kam. Leider blieben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos.

‚Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund‘, sagt Geschäftsführer Holger Glandorf.“

Der 40:35-Sieg der Flensburger, der sportlich ein wichtiger Schritt im Europapokal war, hatte an diesem Abend für viele in der Halle kaum Bedeutung. Die Trauer um den verstorbenen Zuschauer ließ die Freude über den Erfolg zur Nebensache werden.

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