Sturmflut, Glätte, Schnee: Flensburg stellt sich auf schwierige Wetterlage ein
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Für den kommenden Freitag rechnen Meteorologen mit einer Sturmflut in der Flensburger Förde sowie mit Sturm und möglicher Glätte im Stadtgebiet. Stadt, Feuerwehr, Technisches Betriebszentrum (TBZ) und das städtische Busunternehmen Aktiv Bus bereiten sich daher auf Einschränkungen im Hafenbereich und im öffentlichen Nahverkehr vor.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie das dänische Meteorologische Institut (DMI) sagen Wasserstände von 1,18 bis 1,20 Metern über Normalnull voraus (Stand: Mittwoch, 15 Uhr). Damit ist damit zu rechnen, dass das Wasser im Bereich der Kaikanten im Hafen übertritt und insbesondere die Bereiche Schiffbrücke und Norderhofenden betroffen sind.
Stadt Flensburg: „Gute Vorbereitung ist jetzt entscheidend“
„Wir gehen nach derzeitigem Stand von Überschwemmungen im Hafengebiet aus, erwarten aber, dass sich diese bei den prognostizierten Wasserständen in Grenzen halten“, sagt Stadt-Pressesprecher Clemens Teschendorf. „Gleichzeitig ist uns wichtig zu betonen: Gute Vorbereitung aller Beteiligten ist jetzt entscheidend.“
Auf Einladung von Oberbürgermeister Fabian Geyer hatten sich Feuerwehr und TBZ bereits abgestimmt, um Maßnahmen für die bevorstehende Sturmflut festzulegen. Teschendorf erläutert: „Die Anrainer im Hafenbereich sollten rechtzeitig Vorsorge treffen, ihr Eigentum mit Schotten, Sandsäcken und Pumpen schützen und Gegenstände aus tieferliegenden Gebäudeteilen sichern.“
Die Feuerwehr wird ab Freitag Sandsäcke zur Selbstabholung bereitstellen. „Ort und Zeiten der Ausgabe werden wir rechtzeitig mitteilen“, so Teschendorf weiter.
Um den Bereich rund um ZOB und Hafendamm vor Überflutungen zu schützen, wird das TBZ an der Norderhofenden zusätzlich zu den stationären Anlagen eine mobile Pumpe aufbauen. Dieses Vorgehen war bereits bei der Sturmflutschutzübung am 18. Dezember des Vorjahres erprobt worden.
Seit einigen Wochen verfügt das TBZ außerdem über eine mobile Flutwand, mit der die ZOB-Kreuzung an der Schiffbrücke so abgesperrt werden kann, dass sie für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge freigehalten wird. „Nach derzeitigem Stand ist das Setzen dieser mobilen Flutwand nicht erforderlich“, erklärt Teschendorf. „Sollte der Wasserstand aber deutlich über die erwarteten Werte steigen, sind wir vorbereitet, sie kurzfristig zu stellen.“
Oberbürgermeister Fabian Geyer erklärt: „Am Freitag erwarten wir eine Sturmflut, die zu dieser Jahreszeit nicht unüblich ist. Wenn Stadt und Anwohner besonnen handeln, werden wir die Situation gut meistern. Gleichzeitig bitten wir alle Besucherinnen und Besucher, im Bereich des Hafens vorsichtig zu sein, um sich nicht in Gefahr zu bringen und die Schutzmaßnahmen nicht zu behindern.“
Aktiv Bus: „Sicherheit der Fahrgäste hat Vorrang“
Auch der städtische Busverkehr blickt aufmerksam auf die Wetterlage. Sturm und Glatteis könnten den Fahrbetrieb einschränken. „Inwieweit Flensburg tatsächlich betroffen sein wird, lässt sich aus den aktuellen Vorhersagen noch nicht eindeutig ablesen“, erklärt Eike Dämmig, Pressesprecherin des Busunternehmens Aktiv Bus. „Wir werden den Linienverkehr aber so lange wie möglich aufrechterhalten – immer orientiert an den Witterungs- und Straßenbedingungen.“
Betriebsleiter Manfred Schlotfeldt betont: „Wir haben volles Vertrauen in das TBZ, dass unsere Linienwege rechtzeitig und regelmäßig geräumt werden. Wir selbst haben auch eigene Hilfsfahrzeuge im Einsatz, wenn unsere Gelenkbusse Probleme bekommen. Bei extremem Wetter kommen aber auch die Räumdienste an ihre Grenzen. Im Zweifel hat die Sicherheit der Fahrgäste Vorrang.“
Dämmig ergänzt: „Wir empfehlen unseren Fahrgästen, den Busradar unter www.busradar-flensburg.de zu nutzen. Dort lässt sich in Echtzeit sehen, wo der erwartete Bus gerade unterwegs ist.“
Sollte es zu massiven Einschränkungen kommen, will Aktiv Bus zudem online informieren. „Aktuelle Hinweise zu größeren Störungen oder Ausfällen veröffentlichen wir auf unserer Homepage unter "www.aktivbus-flensburg.de“, so Dämmig.