Stadtpräsidentin Schäfer-Quäck empfängt Sternsinger im Rathaus

 |  von Thomsen / Foerde.news

Eine 100 Euro Spende von der Stadt Flensburg ging an die Sternensinger - Fotos: Thomsen

Flensburg – Am Dienstag, 6. Januar 2026, hat Stadtpräsidentin Susanne Schäfer-Quäck die Sternsinger im Foyer des Flensburger Rathauses empfangen. Die diesjährige Aktion steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Organisiert wird die Sternsingeraktion in Flensburg von der katholischen Pfarrei Stella Maris.

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Zum Auftakt des Empfangs untermalte der Posaunenchor Adelby die Zeremonie musikalisch, unter anderem mit den Liedern „O du fröhliche“, „Stern über Bethlehem“ und „Hört der Engel helle Lieder“. Stadtpräsidentin Schäfer-Quäck überreichte den jungen Besucherinnen und Besuchern eine Geldspende der Stadt in Höhe von 100 Euro. Anschließend brachten die Sternsinger gemeinsam mit ihr den Segensaufkleber „C+M+B 2026“ über dem Eingang des Rathauses an. Zum Abschluss durften sich die Kinder in das Gästebuch der Stadt eintragen.

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„Schule statt Fabrik“ – Einsatz gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Die Aktion Dreikönigssingen 2026 stellt das Thema Kinderarbeit in den Mittelpunkt. Als Kinderarbeit gelten einkommensschaffende Tätigkeiten, für die Kinder zu jung sind, die sie vom Schulbesuch abhalten oder ihrer Gesundheit und Entwicklung schaden. Ausbeuterische Kinderarbeit verletzt grundlegende Kinderrechte und ist international verboten.

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Gelegentliche Mithilfe im Haushalt oder eine ungefährliche, zeitlich begrenzte Tätigkeit nach der Schule gelten dagegen nicht als Kinderarbeit. Trotz internationaler Bemühungen hat die Weltgemeinschaft ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, verfehlt: Weltweit arbeiten nach aktuellen Schätzungen rund 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren, rund 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus solcher Kinderarbeit gelangen auch nach Deutschland in den Handel.

Beispiel Bangladesch: Projekte schaffen Bildungschancen

Anhand von Projekten in Bangladesch zeigt die Aktion, wie Spenden konkret helfen können. Etwa ein Drittel der rund 167 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner dieses südasiatischen Landes lebt in Armut. Viele Kinder brechen die Grundschule ab, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit arbeiten in Bangladesch noch etwa 1,8 Millionen Kinder, davon rund 1,1 Millionen unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen.

Die Sternsinger unterstützen dort unter anderem die Caritas Bangladesch, die Kinder und Jugendliche aus armen und benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppen ausbildet. Zugleich werden Eltern für das Recht auf Bildung sensibilisiert und darüber informiert, dass Schulbildung ihren Kindern bessere Zukunftschancen eröffnet.

Ein weiteres Projekt ist die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) in der Region Jessore im Westen Bangladeschs. Sie befreit Kinder und Jugendliche aus gesundheitsschädigenden Arbeitsverhältnissen und unterstützt ihre (Wieder-)Einschulung oder berufliche Ausbildung. Darüber hinaus sensibilisiert ARKTF Kinder, Eltern, Arbeitgeber, lokale Behörden und Regierungsmitarbeitende für Kinderrechte.

Sternsinger werben für Kinderrechte auf Schutz und Bildung

Die Aktion Dreikönigssingen 2026 bringt Sternsingerinnen und Sternsingern in Deutschland die Hintergründe von Kinderarbeit näher und betont die Bedeutung der Kinderrechte auf Schutz und Bildung. Bildungsmaterialien zur Aktion beleuchten die weltweiten Ursachen von Kinderarbeit und machen deutlich, dass Christinnen und Christen aufgerufen sind, sich für eine gerechte Welt einzusetzen.

Die Sternsingeraktion ermutigt Kinder und Erwachsene, sich aktiv gegen Kinderarbeit stark zu machen – im eigenen Konsumverhalten, im Alltag und durch das Engagement beim Sternsingen.

Jedes Jahr stehen ein Schwerpunktthema und Beispielprojekte aus einer Region im Mittelpunkt der Aktion. Die gesammelten Spenden fließen jedoch unabhängig davon in Hilfsprojekte für Kinder in rund hundert Ländern weltweit.

Weitere Informationen zur Aktion Dreikönigssingen 2026 sowie zum neuen Sternsingerfilm mit Reporter Willi Weitzel sind auf der Internetseite der Sternsinger zu finden: www.sternsinger.de.