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Stadt lässt ehemalige EDEKA-Ruine in der Neustadt abreißen
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Nach Brand und wiederholtem unbefugtem Betreten sieht die Verwaltung akuten Handlungsbedarf – Oberbürgermeister Geyer ordnet schnellen Abbruch an
Die Stadt Flensburg will den seit längerem leerstehenden und inzwischen stark verfallenen ehemaligen EDEKA-Markt in der Neustadt kurzfristig abreißen lassen. Wie die Verwaltung mitteilte, habe sie sich zu diesem Schritt entschlossen, weil von dem Gebäude inzwischen erhebliche Gefahren ausgehen.
Bereits seit der Eröffnung des neuen Einzelhandelsstandortes in der Werftstraße war klar, dass der frühere Markt einem Neubauprojekt mit 200 Wohnungen, Geschäften und Praxen weichen soll. Der Investor hatte den Abriss des alten Gebäudes angekündigt und diese Absicht nach Angaben der Stadt auch bei einer öffentlichen Versammlung im vergangenen Jahr bekräftigt.

So könnte die Neustadt gegenüber der Walzenmühle eines Tages aussehen – vorausgesetzt, der Entwurf der Planergemeinschaft CKRS, der Stadtplaner Machleidt und des Landschaftsarchitekturbüros TDB wird tatsächlich verwirklicht.
Tatsächlich steht das Gebäude jedoch weiterhin leer und ist zunehmend dem Verfall preisgegeben. Nach Darstellung der Stadt weist selbst der Bauzaun, der das Areal sichern soll, inzwischen Lücken auf. Die Ruine werde deshalb immer wieder unzulässigerweise betreten. Besondere Sorge bereitet der Verwaltung, dass sich dort immer wieder Menschen aufhalten – etwa Kinder, die auf dem Dach spielen, oder Personen, die in dem Gebäude übernachten.
Zuletzt hatte ein Brand in der Ruine die Situation weiter zugespitzt. Nach Angaben der Stadt wäre es dabei beinahe zu einem Todesfall gekommen. Vor diesem Hintergrund sieht die Verwaltung keinen Spielraum mehr für weiteres Zuwarten und will den Abbruch nun selbst veranlassen.

Sowohl im Februar wie auch im Juni 2026 kam es zu einem Feuerwehreinsatz - Beim letzten Brand wurde ein Obdachloser aus dem Gebäude gerettet
Oberbürgermeister Fabian Geyer erklärte, man habe zunächst darauf gesetzt, dass der Eigentümer seiner Sicherungspflicht nachkomme und den angekündigten Abriss zeitnah umsetze. Da dies bislang nicht geschehen sei, sehe sich die Stadt nun zum Handeln gezwungen. Man könne nicht abwarten, bis es zu noch schwereren Unfällen komme. Deshalb habe er den unmittelbaren Abbruch des Gebäudes angeordnet. Der Eigentümer sei darüber informiert worden.
Zugleich äußerte Geyer die Hoffnung, dass das geplante Gesamtprojekt für das Areal nun zügig weiterverfolgt werde. Ziel sei es, die Neustadt städtebaulich positiv weiterzuentwickeln. Ob die Fläche nach dem Abriss vorerst als Parkplatzfläche frei geben wird, ist Entscheidung des Eigentümers.
