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Simone Lange schließt erneute Kandidatur als Flensburger Oberbürgermeisterin aus
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Die frühere Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange wird bei der OB-Wahl 2028 nicht erneut antreten. Das gab sie am Samstag zu Beginn des Kreisparteitags der SPD Flensburg bekannt. Politisch aktiv bleiben will sie dennoch. Die SPD muss nun klären, mit wem sie in die kommende Oberbürgermeisterwahl geht.
Flensburg. Simone Lange hat eine erneute Kandidatur für das Amt der Flensburger Oberbürgermeisterin ausgeschlossen. Wie die Pressestelle der SPD Flensburg mitteilte, erklärte die frühere Verwaltungschefin ihre Entscheidung am Samstag, 26. September, zu Beginn des Kreisparteitags.
„Nach den vielen Fragen der Vergangenheit möchte ich klarstellen, dass ich für eine Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl 2028 nicht zur Verfügung stehe“, teilte Lange mit.
Sie habe sich sechs Jahre lang mit ganzer Kraft für die Menschen in Flensburg eingesetzt und zahlreiche wichtige Projekte auf den Weg gebracht. Auf ihre Amtszeit blicke sie mit Dankbarkeit und Stolz zurück. Zugleich dankte sie allen, die an der Umsetzung der Vorhaben beteiligt gewesen seien.
Ein Rückzug aus der Politik ist mit ihrer Entscheidung allerdings nicht verbunden. „Meine Kraft gilt in Zukunft auch weiterhin der Politik, in der ich meine Erfahrungen und meine Kompetenzen weiterhin für die Menschen einsetzen werde“, erklärte Lange.
Sechs Jahre an der Spitze der Stadtverwaltung
Simone Lange war vom 5. Januar 2017 bis zum 14. Januar 2023 Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg. Während ihrer Amtszeit engagierte sich die Sozialdemokratin auch auf bundespolitischer Ebene innerhalb ihrer Partei.
Im April 2018 kandidierte sie für das Amt der SPD-Bundesvorsitzenden. Im August 2019 kündigte sie eine erneute Kandidatur für den Parteivorsitz an, diesmal gemeinsam mit dem damaligen Oberbürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens. Beide traten als Bewerberduo bei der Wahl zum SPD-Vorsitz 2019 an.
Damit machte Lange auch über die Stadtgrenzen Flensburgs hinaus innerhalb der Sozialdemokratie auf sich aufmerksam.
SPD würdigt Langes Amtszeit
Der Flensburger SPD-Kreisvorsitzende Kianusch Stender würdigte die Arbeit der früheren Oberbürgermeisterin. Lange habe während ihrer Amtszeit zahlreiche Entwicklungen in der Stadt angestoßen und umgesetzt.
Als Beispiele nannte Stender den Bau der Grundschule Ramsharde und des Bildungscampus Fruerlund. Nach Jahrzehnten ohne Schulneubau seien damit gleich zwei neue Grundschulen entstanden. Auch die Flensburger Kita-Offensive, mit der der Personalschlüssel in den städtischen Kindertagesstätten verbessert worden sei, führte er als Erfolg ihrer Amtszeit an.
Weitere Projekte seien die Modernisierung des Museumsbergs und seines Umfelds, die Realisierung der Westuferpromenade sowie die Weichenstellung für das neue Zentralklinikum gewesen. Darüber hinaus verwies Stender auf Investitionen in die städtische Infrastruktur, den Bau mehrerer Hundert Wohnungen und die Einführung einer strategischen Finanzplanung.
All dies sei trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie sowie Sturm- und Flutereignisse gelungen, betonte der Kreisvorsitzende.
Wünsche nach erneuter Kandidatur
Nach Angaben Stenders hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Stimmen gegeben, die sich eine erneute Kandidatur Langes gewünscht hätten. Die Entscheidung darüber habe jedoch allein bei ihr gelegen.
Die SPD freue sich, Lange weiterhin als aktives Mitglied des Kreisvorstands und als Vorsitzende eines Ortsvereins an ihrer Seite zu wissen. Sie bringe sich auch künftig mit ihrer Erfahrung in die Parteiarbeit ein.
SPD will weiteres Vorgehen beraten
Mit Langes Absage ist die Frage nach dem künftigen Oberbürgermeisterkandidaten der Flensburger SPD offen. Über das weitere Vorgehen soll nun gemeinsam mit dem neuen Kreisvorstand beraten werden.
„Der weitere Weg wird nun so aussehen, dass wir uns mit dem neuen Kreisvorstand zusammensetzen und diskutieren werden, wie die SPD Flensburg sich zur OB-Wahl aufstellt“, erklärte Stender.
Dabei sieht der Kreisvorsitzende auch innerhalb der eigenen Partei mögliche Kandidaten. In den Reihen der SPD gebe es mehrere Personen, denen er zutraue, das Amt des Oberbürgermeisters hervorragend auszufüllen.
Wann die Partei eine Entscheidung über ihre Kandidatur für die Oberbürgermeisterwahl 2028 treffen will, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Geyer zieht erneute Kandidatur in Betracht
Seit Januar 2023 ist der parteilose Dr. Fabian Geyer Oberbürgermeister der Stadt Flensburg. Auf Nachfrage von Förde.news erklärte er bereits, dass er eine weitere Amtszeit in Betracht ziehe. „Ich bin mit dem, was ich angefangen habe, noch nicht fertig“, sagte Geyer.
