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Schulqualität muss sich ändern - Schwerpunkt auf die Stärkung von Lesen, richtigem Schreiben und Mathematik

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"Eltern werden merken, dass wir uns auf das Wichtige konzentrieren!“, sagt Prien - Fotos: ThomsenTHomsen

Rund 24.500 Erstklässler starten in der kommenden Woche ihre Schullaufbahn. 368.000 Schülerinnen und Schüler werden in Schleswig-Holstein im kommenden Schuljahr zur Schule gehen“, so Karin Prien. „Mehr Motivation, mehr Lust auf Schule, mehr Freude am Lernen und mehr Mut zur Schulentwicklung und das alles im engen Austausch zwischen Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern und allen anderen an Schule Beteiligten“, sah Bildungsministerin Karin Prien heute (23. August) in Kiel für das am Montag beginnende Schuljahr 2023/24. Schleswig-Holsteins Schulministerin stellte im RBZ am Schützenpark bei der traditionellen Schuljahresauftakt-Pressekonferenz die aktuellen Zahlen zur Lehrkräfteversorgung und die wesentlichen bildungspolitischen Schwerpunkte des nun beginnenden Schuljahres vor.

„Zu den der größten Herausforderungen für Schule und Gesellschaft gehören die besorgniserregenden Leistungsrückgänge bei Schülerinnen und Schülern, die zuletzt in den IQB-Bildungstrends festgestellt wurden“, so Karin Prien. Das gelte für ganz Deutschland, aber es gelte eben auch in Teilen für Schleswig-Holstein. „Deshalb legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Stärkung von Lesen, richtigem Schreiben und Mathematik“, erläuterte Prien mit Verweis auf den Handlungsplan Basale Kompetenzen.

Ein zentrales Element zur Förderung und Stärkung der basalen Kompetenzen und zur Reduktion von Abbrecherquoten an allen Schularten sei die konsequente Weiterentwicklung einer datengestützten Schulentwicklung, die Prien im kommenden Schuljahr deutlich verstärken will. „Dabei werden regelmäßig Lernstände erfasst, darauf abgestimmte Fördermaßnahmen entwickelt und deren Wirksamkeit überprüft“, erläuterte die Ministerin. Das Datenblatt bilde die verbindliche Grundlage für einen regelmäßigen Austausch zwischen jeder Schule und ihrer Schulaufsicht, mindestens einmal pro Schuljahr. „An Schulen mit besonderen Herausforderungen findet dieser Austausch zwei Mal jährlich statt“, so Prien.

Auch darüber hinaus müssten Schulen sich weiterentwickeln. „Schule ist nie statisch, sondern befindet sich seit jeher in einem stetigen Entwicklungsprozess. Angesichts der aktuellen Dynamik des gesellschaftlichen Wandels, einer grundlegend veränderten gesellschaftlichen Ausgangslage und sich bereits jetzt abzeichnender zukünftiger Herausforderungen ist Schulentwicklung daher mehr denn je unverzichtbar“, so Prien. Diesen Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen komme umso größere Bedeutung zu, da Lehrkräfte derzeit zunehmend feststellten, dass manche der bekannten und bewährten Instrumente zur Erfüllung der Aufgabe von Schule nicht mehr wie bisher greifen würden. „Wir wollen Veränderung nicht ideologisch von oben verordnen, sondern wir wollen einen Prozess gestalten, in dem aus den Schulen heraus die Veränderung erfolgt.“

Die demographische Entwicklung stelle auch die Schulen vor große Herausforderungen: Steigende Schülerzahlen durch geburtenstarke Jahrgänge und Geflüchtete bei gleichzeitig wachsender Zahl von Pensionierungen. Um das aufzufangen, stellt die Landesregierung zusätzliche 751 Lehrkräftestellen im Haushalt zur Verfügung.

Prien griff erneut das Thema Mobiltelefone und Smartwatches im Unterricht auf: „Wir geben den Grundschulen im neuen Schuljahr eine Empfehlung zum Umgang mit Mobiltelefonen während des Schulaufenthaltes. Auf dieser Grundlage sollen sie mit den Eltern ins Gespräch kommen, mit dem Ziel, dass die private Handynutzung während der Unterrichtszeit und in den Pausen in der Grundschule nicht mehr stattfindet.“, so die Ministerin. Die Schulen erhielten einen einheitlichen Rahmen, auf den sie sich berufen könnten und innerhalb dessen sie die konkrete Ausgestaltung in der Schule unter Beteiligung der Schulkonferenzen bestimmen sollten. „Das schafft Handlungssicherheit für alle Beteiligten“, so die Bildungsministerin. Gleichzeitig solle die Kultur der Digitalität an den Schulen weiter ausgebaut werden. „Wir wollen, dass die Schulen mit den Instrumenten, die wir ihnen an die Hand geben, das sind zum Beispiel die Schulcloud, das ist die Schulverwaltungssoftware, das ist unser Lernmanagementsystem und das sind die vielen Apps und Anwendungen, die wir darüber hinaus den Schulen zur Verfügung stellen, arbeiten und sie in ihren Schulalltag integrieren“, hob die Ministerin hervor. Deshalb habe das Ministerium den Schulen auch einen Leitfaden für die Arbeit mit Künstlicher Intelligenz zur Verfügung gestellt, der Lehrkräfte zielgerichtet auf Fragen der Nutzung und Implementierung von KI vorbereite.

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