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Saisonende und Winter: Steigende Arbeitslosigkeit im Norden

 |  von Thomsen / Foerde.news

Saisonende und Winter:

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Steigende Arbeitslosigkeit im Norden

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Bezirk Flensburg

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Norden Schleswig-Holsteins weiter gestiegen:

Im Januar waren im Agenturbezirk Flensburg 20.913 Personen arbeitslos gemeldet, 1.797 (9,4 Prozent) mehr als im Vormonat, 425 (-2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote betrÀgt aktuell 8,7 Prozent (Vormonat: 8 Prozent; Vorjahr: 9,1 Prozent).

[nbsp]Heike Döpke, Leiterin der Agentur fĂŒr Arbeit Flensburg: „Das Saisonende in der Tourismusbranche macht sich auf dem Arbeitsmarkt weiterhin deutlich bemerkbar. Es haben sich im gesamten Bezirk zahlreiche ArbeitskrĂ€fte aus der Gastronomie und Hotellerie sowie Reinigungs- und VerkaufskrĂ€fte arbeitslos gemeldet. Witterungsbedingt kam es zudem zu Entlassungen im Gartenbau, im Hoch- und im Tiefbau. AuffĂ€llig waren auch verstĂ€rkte Arbeitslosmeldungen im Lager- und Transportwesen.“

Bei den Ă€lteren Arbeitnehmern (50 Jahre und Ă€lter) stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 3 Prozent. Döpke: „Die BeschĂ€ftigungsquote der ĂŒber 50-JĂ€hrigen ist im Agenturbezirk Flensburg mit 44,1 Prozent (Jahresdurchschnittswert 2013) deutlich geringer als in Schleswig-Holstein (47 Prozent) und in Westdeutschland (47,9 Prozent).“ Überproportional hoch sei der Anteil der Ă€lteren Arbeitslosen bei den Wachleuten, den GebĂ€udetechnikern, den BĂŒrokrĂ€ften und den Kraftfahrern.

Von den rund 40.000 sozialversicherungspflichtig BeschÀftigten der Altersgruppe 50-65 Jahre im Bezirk arbeiten die meisten im Gesundheits- und Sozialwesen (7.000), im Handel (6.700), in der Verwaltung (5.400) sowie im verarbeitenden Gewerbe (3.800).

„Ältere Arbeitnehmer werden insbesondere wegen ihrer ZuverlĂ€ssigkeit und Berufserfahrung von den Unternehmen geschĂ€tzt“, so Döpke.

„Die Weiterbildung Ă€lterer Arbeitnehmer und Arbeitsloser, um deren WettbewerbsfĂ€higkeit zu erhalten oder zu erreichen, wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit in diesem Jahr sein.“ So seien Ă€ltere Arbeitnehmer herzlich eingeladen, die Bildungsmesse am 06. Februar in der Agentur fĂŒr Arbeit und im Jobcenter Flensburg zu besuchen, um sich ĂŒber passende Schulungsangebote zu informieren.

Dem Arbeitgeberservice waren im Januar 2.011 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 12 mehr als im Dezember, 41 mehr als vor einem Jahr.

Die meisten freien Stellen und auch den grĂ¶ĂŸten Zuwachs an Stellen gibt es im Einzelhandel, in der Hotellerie und Gastronomie, in der Zeitarbeit sowie im Gesundheits- und Pflegewesen.

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Stadt Flensburg

Im Stadtgebiet Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 307 (6,2 Prozent) auf 5.266. Ein RĂŒckgang um 176 (-3,2 Prozent) im Vergleich zum Januar 2013.

Die Arbeitslosenquote stieg von 10,4 auf 11,1 Prozent (Vorjahr: 11,8 Prozent).

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Arbeitslosmeldungen gab es vor allem bei den Köchen, den Lagerarbeitern und den ReinigungskrÀften.

422 sozialversicherungspflichtige Jobs waren in der Stadt Flensburg zu vergeben, 41 weniger als im Dezember, 89 weniger als vor einem Jahr. Der grĂ¶ĂŸte Bedarf besteht derzeit in den Zeitarbeitsfirmen, im Einzelhandel und in den Gesundheits- und Pflegeberufen.

[nbsp]Alle 3.890 arbeitslosen Flensburger, die Arbeitslosengeld II beziehen, betreut das Jobcenter Flensburg, 143 (3,8 Prozent) mehr als im Dezember, 35 (-0,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

[nbsp]Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stieg im Januar um 25 auf 6.342.

In den Bedarfsgemeinschaften betreut das Jobcenter aktuell 10.773 Kunden.

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Kreis Schleswig Flensburg

Im Kreis Schleswig-Flensburg stieg die Zahl der Arbeitslosen um 589 (7,7 Prozent) auf 8.225. Im Vorjahresvergleich ein RĂŒckgang um 224 (-2,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8 Prozent (Vormonat: 7,4 Prozent, Vorjahr: 8,4 Prozent).

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Arbeitslosmeldungen gab es vor allem bei den GÀrtnern, Köchen, Bauhandwerkern, Kraftfahrern und VerkÀufern.

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583 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Kreisgebiet zu besetzen, 17 weniger als im Dezember, 102 mehr als vor einem Jahr.

Besonders nachgefragt sind Bewerber aus den wirtschaftsnahen Dienstleistungen (beispielsweise Buchhalter), den Gesundheits- und Pflegeberufen sowie aus dem Einzelhandel.

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GeschÀftsstelle Schleswig

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Im Bereich der GeschÀftsstelle Schleswig waren 3.842 Personen arbeitslos gemeldet, 272 (7,6 Prozent) mehr als im Dezember, 105 (-2,7 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote stieg von 8 auf 8,6 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent).

[nbsp]302 sozialversicherungspflichtige Stellen waren im Januar zu vergeben, acht weniger als im Dezember, 39 mehr als vor einem Jahr. Besonders gefragt sind Zeitarbeits- und Verkaufs-krĂ€fte.[nbsp] AuffĂ€llig war der Zuwachs an freien Stellen fĂŒr Wachpersonal.

GeschÀftsstelle Kappeln

[nbsp]Im Bereich der GeschÀftsstelle Kappeln waren 1.462 Personen arbeitslos gemeldet, 125 (9,3 Prozent) mehr als im Dezember, 18 (1,2 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote stieg von 9,3 auf 10,1 Prozent (Vorjahr: 10,1 Prozent).

52 sozialversicherungspflichtige Stellen waren im Januar zu vergeben, neun mehr als im Dezember, 21 mehr als vor einem Jahr. Besonders nachgefragt sind weiterhin PflegekrÀfte.

Kreis Nordfriesland

Im Kreis Nordfriesland waren im Januar 7.420 Personen arbeitslos gemeldet. 901 (13,8 Prozent) mehr als im Dezember, 25 (-0,3 Prozent) weniger als im Januar 2013.

Die Arbeitslosenquote stieg von 7,3 auf 8,3 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent).

[nbsp]Arbeitslos meldeten sich vor allem GĂ€rtner, Bauhandwerker, BĂŒrokrĂ€fte, Köche, VerkĂ€ufer, ServicekrĂ€fte und Hauswirtschafter.

[nbsp]1.006 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Kreisgebiet zu besetzen, 70 mehr als im Dezember, 28 mehr als vor einem Jahr.

[nbsp]Die meisten freien Stellen gibt es in im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Pflegewesen sowie im Einzelhandel.

[nbsp]GeschÀftsstelle Tönning

Im Bereich der GeschÀftsstelle Tönning waren 1.085 Personen arbeitslos gemeldet, 156 (16,8 Prozent) mehr als im Dezember, 77 (-6,6 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote stieg von 8,3 auf 9,7 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent).

[nbsp]188 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Januar[nbsp] zu vergeben, 16 mehr als im Dezember, 36 weniger als vor einem Jahr. Besonders gefragt ist Personal fĂŒr das Hotel- und Gastgewerbe und in Gesundheitsberufen.

[nbsp]GeschĂ€ftsstellenleiter Ralf Gebhardt: „Rechtzeitig vor der neuen Saison bieten wir in Husum am 05. Februar eine Hotel- und GaststĂ€ttenbörse mit Speed-Dating fĂŒr Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie zukĂŒnftige Auszubildende an.“ Veranstaltungsort ist das Bildungszentrum fĂŒr Tourismus und Gastronomie (BTG) in der Flensburger Chaussee 30. Bewerber können sich noch kurzfristig bei Arbeitsvermittlerin Daniela Pauls anmelden: Tel.: 04841-9679-30.

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[nbsp]GeschÀftsstelle Husum

[nbsp]Im Bereich der GeschÀftsstelle Husum waren 3.318 Personen arbeitslos gemeldet, 314 (10,5 Prozent) mehr als im Dezember, 25 (-0,7 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote stieg von 7,7 Prozent auf 8,5 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent).

277 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Januar[nbsp] zu vergeben, eine mehr[nbsp] als im Dezember, 65 mehr als vor einem Jahr. Gesucht werden vor allem ZeitarbeitskrĂ€fte, Verkaufs- und ServicekrĂ€fte. Den grĂ¶ĂŸten Zuwachs gab es im Einzelhandel und fĂŒr verwaltende Berufe.

GeschĂ€ftsstellenleiter Ralf Gebhardt: „Rechtzeitig vor der neuen Saison bieten wir in Husum am 05. Februar eine Hotel- und GaststĂ€ttenbörse mit Speed-Dating fĂŒr Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie zukĂŒnftige Auszubildende an.“ Veranstaltungsort ist das Bildungszentrum fĂŒr Tourismus und Gastronomie (BTG) in der Flensburger Chaussee 30. Bewerber können sich noch kurzfristig bei Arbeitsvermittlerin Daniela Pauls anmelden: Tel.: 04841-9679-30.

[nbsp]GeschĂ€ftsstelle NiebĂŒll

[nbsp]Im Bereich der GeschĂ€ftsstelle NiebĂŒll waren 2.147 Personen arbeitslos gemeldet, 279 (14,9 Prozent) mehr als im Dezember, 30 (1,4 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote stieg von 6,9 auf 7,9 Prozent (Vorjahr: 7,9 Prozent).

[nbsp]Im Bereich der GeschĂ€ftsstelle NiebĂŒll, mit den dazugehörigen Inseln Föhr und Amrum, ist nun die touristisch ruhigste Jahreszeit eingetreten. Dies spiegelt die Arbeitslosigkeit mit ihrem höchsten Stand wider. Geplante Wiedereinstellungen im Baugewerbe verzögern sich am Festland wegen der herrschenden winterlichen Temperaturen.

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231 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Januar zu vergeben, 24 mehr als im Dezember, acht mehr als vor einem Jahr. Gesucht wird vor allem in der Gastronomie, im Einzelhandel und im Gesundheitswesen.

GeschÀftsstelle Westerland

[nbsp]Im Bereich der GeschÀftsstelle Westerland waren 870 Personen arbeitslos gemeldet, 152 (21,2 Prozent) mehr als im Dezember, 47 (5,7 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote stieg von 6 auf 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent).

[nbsp]GeschĂ€ftsstellenleiter Rudolf Reiff: „Auf der Insel Sylt ist nun die touristisch ruhigste Jahreszeit eingetreten. Dies erklĂ€rt den nochmaligen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Bau- und Baunebengewerbe herrscht dagegen weiterhin eine außerordentlich hohe BeschĂ€ftigungslage, trotz der winterlichen Temperaturen.“

[nbsp]310 sozialversicherungspflichtige Jobs waren im Januar zu vergeben, neun mehr als im Dezember, neun weniger als vor einem Jahr. Besonders gefragt ist Personal im Einzelhandel sowie fĂŒr den Hotel- und GaststĂ€ttenbereich.

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ErlÀuterungen

  1. Bedarfsgemeinschaften: Leben im Haushalt eines Arbeitslosengeld- II- Beziehers mehrere Personen und betreiben den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam, spricht man von einer Bedarfsgemeinschaft.