Rund 112 Falschfahrer erwischte der Blitzeranhänger

 |  von Connor Bielfeldt

Auch die Gefährdung durch Fahrzeuge, die verbotswidrig in den gesperrten Bereich einfuhren, sei deutlich zurückgegangen. - Aechivfoto Thomsen

Flensburg – In den ersten Tagen nach der geänderten Verkehrsführung an der Mürwiker Straße hat ein Blitzeranhänger zahlreiche Verstöße erfasst. Allein am 31. März registrierte das Gerät 38 Fälle. Nach Angaben der Stadt gingen die Zahlen anschließend jedoch deutlich zurück. Auffällig war nach Beobachtungen der Redaktion allerdings auch, dass offenbar nicht jedes verbotswidrig fahrende Fahrzeug tatsächlich erfasst wurde.
Wie Pressesprecher Clemens Teschendorf auf Nachfrage erklärte, wurden am 30. März 25 Fälle registriert, am 31. März 38 und am 1. April 32. Am 2. April sank die Zahl bereits auf sieben, am 3. April wurden noch zehn Fälle erfasst. Seitdem habe sich die Zahl im einstelligen Bereich bewegt.
Nach Einschätzung der Stadt zeigt diese Entwicklung, dass die neue Verkehrsführung zunehmend akzeptiert und die Beschilderung besser beachtet wurde. Auch die Gefährdung durch Fahrzeuge, die verbotswidrig in den gesperrten Bereich einfuhren, sei deutlich zurückgegangen.

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Der Blitzeranhänger war aufgestellt worden, weil die neue Regelung anfangs nicht von allen Verkehrsteilnehmern beachtet wurde. Hintergrund ist die Sperrung der Mürwiker Straße stadtauswärts ab der Einmündung Mühlenholz in Richtung Twedter Plack. Dort laufen seit Montag, 30. März 2026, Sanierungsarbeiten an den Fernwärmeleitungen der Stadtwerke. Nach derzeitiger Planung soll die Sperrung bis Ende November andauern. Bereits am ersten Tag kam es auf den Ausweichstrecken zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Zeitweise seien dabei auch Busse erfasst worden. Für die Bewertung der Verkehrslage sei dies jedoch nicht ausschlaggebend gewesen. "Durch ein Fehler im Gerät, wurden zwar auch Busse geblitzt, diese vergehen werden aber nicht weiter geahndet", so Teschendorf.
Nach Beobachtungen der Redaktion lag die Quote der nicht erfassten Fahrzeuge allerdings ebenfalls vergleichsweise hoch. Dem Eindruck vor Ort zufolge wurden von zehn Fahrzeugen, die verbotswidrig unterwegs waren, lediglich zwei bis drei tatsächlich geblitzt.
Weil die Zahl der Verstöße zuletzt deutlich zurückging, wurde der Blitzeranhänger inzwischen wieder abgebaut und an anderer Stelle aufgestellt.

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