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Reaktivierung der Straßenbahn Kiel darf nicht zu weniger ÖPNV im Land führen

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Die Verkehrsunternehmen befürchten, dass sich diese Situation durch einen Straßenbahnbetrieb noch erheblich verschlechtern wird - Foto: Kurt Rasmussen

Flensburg - Mit dem Beschluss zur Wiedereinführung der Straßenbahn in Kiel ist die Ratsversammlung der Landeshauptstadt gestern einen mutigen Schritt in Richtung Verkehrswende gegangen. „Ich beglückwünsche die Stadt Kiel zu diesem positiven Schritt in ein neues Zeitalter der Mobilität. Diese Entscheidung wird ein Leuchtturm für eine Verkehrswende weit über Schleswig-Holstein hinaus sein.“ so Paul Hemkentokrax, Geschäftsführer der Aktiv Bus Flensburg GmbH und Stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen im Norden.

Allerdings macht er auch auf die höheren Betriebskosten einer Straßenbahn gegenüber einem Betrieb mit Bussen aufmerksam: „Nicht die Investition ist aufgrund der hohen staatlichen Förderung die große Hürde, sondern der tägliche Betrieb über Jahrzehnte, der finanziert werden muss. Gerade in Schleswig-Holstein ist der ÖPNV erheblich unterfinanziert und real werden ihm aktuell Mittel entzogen.“

Die Verkehrsunternehmen befürchten, dass sich diese Situation durch einen Straßenbahnbetrieb noch erheblich verschlechtern wird. „Wir erleben, dass in anderen Bundesländern Mittel zunächst in Richtung der schienengebundenen Systeme fließen und nur der verbleibende Rest für den Busverkehr zur Verfügung steht.“, so Hemkentokrax weiter.

Nach seiner Meinung darf eine positive Entwicklung in Kiel daher nicht zu einer Verschlechterung oder gar zur Einstellung von Verkehren wegen fehlender Finanzmittel im restlichen Land Schleswig-Holstein führen.


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