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Rainbow-Days: Holger ist heute Laura

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Laura wurde als Holger geboren und lebt nun mit ihrer Frau in Flensburg, als Frau. Nicht ganz mitgekommen? Kein Problem: Hier kommt die ganze Geschichte von einem Mann, der sich als Frau fühlte und nun als eine lebt.

Im Jahr 1960 wurde Laura als Holger geboren. Schon als Kind spielte Holger lieber mit Mädchen als mit Jungs und konnte mit dem Machtgehabe der anderen Jungs nicht viel anfangen. Mehrere Jahre später kam noch ein Bruder hinzu.  In den 70er Jahren machte Holger eine Ausbildung als Koch. Mit 19 Jahren verpflichtete er sich bei der Marine für ganze 12 Jahre. Holger heirate, wie es üblich war, später eine Frau. Seine Ehe hielt jedoch nur 2 ½ Jahre. Währenddessen begann er eine Arbeit bei der Flensburger Brauerei.  Später fand Holger dann eine weitere – wie Laura heute sagt – „wunderbare Frau“, die er lieben lernte und mit der er einen gemeinsamen Sohn zeugte. Drei Kinder brachte sie mit in die Ehe.

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Immer wieder hatte Holger das Verlangen und die Träume, als Frau zu leben. Allein zu Hause zog er immer mal wieder Kleider an und schminkte sich. Doch das war nicht das, was Holger wirklich suchte, er wollte mehr. Nach und nach festigte sich sein Entschluss, keine halben Sachen mehr zu machen. So redete er zuerst mit seiner Frau, die ihn voll und ganz unterstützte und auch noch immer zu ihm, zu ihr steht. Sie ermöglichte es Holger, sich auch in ihrem Beisein zu Hause in Frauensachen zu kleiden und so auch mal Spaziergänge mit seiner Frau in der Dunkelheit machen. Nur nicht auffallen hieß damals noch die Devise.

Aber auch das stellte Holger noch nicht zufrieden, er wollte mehr. Er wollte eine ganze Frau werden.

Holger entschied sich, eine Frau werden zu wollen. 2013 begann langsam die Umwandlung. Die notwendigen Gutachten machten für Holger ohne größere Probleme den Weg frei. Immer öfter suchte Holger dann auch als Frau die Öffentlichkeit und offenbarte seiner Umwelt, dass er nun die Frau mit dem Namen Laura sei.

Holgers Sohn war 16, als er von diesem Schritt seines Vaters erfuhr. Weder er noch seine Freunde hätten damit ein Problem gehabt, der Sohn hatte seine Freunde unverändert zu Besuch und die Veränderung des Vaters wurde auch sonst von seinem Umfeld akzeptiert. Auch in der Firma zeigte sich Laura nun in Frauenkleidern. Sie nahm regelmäßig Hormone zu sich, damit die angleichende Operation stattfinden konnte. Hormone haben den Nebeneffekt, dass zwar die Brüste anfangen zu wachsen, die Brustbehaarung schwindet, aber auch die Haut weicher wird. Aber leider auch die Muskeln schwinden. Holger habe noch Bäume ausreißen können sagt Laura, die sich mit kleinen Sträuchern zufriedengibt.

Familiär läuft es bei Laura und ihrer Frau, fast unverändert. Laura fühlt sich nach wie vor von Frauen – und besonders ihrer Frau – angezogen und lebt nun als lesbisch orientierte Frau. Dass Lauras Frau immer noch auf Männer steht, aber Laura liebt, führt am Ende dann doch zu einer Einschränkung: Die beiden teilen zwar ihr Leben seit über 23 Jahren, aber nicht mehr das Bett.

In der Firma läuft alles unaufgeregt weiter. Zwar gibt es immer mal wieder Menschen, die Laura mit dem Namen Holger ansprechen, auch unser Autor war davon nicht frei. Aber da steht Laura drüber und weiß, dass es für manche schwierig sei, vor allem, wenn man einander schon Jahre kennt. Aber auch die immer noch männliche Stimme von Laura trägt dazu bei, dass auch der Name Holger leicht über die Lippen geht. Zu ihrer Stimme steht Laura jedoch. So sagt sie: „Klar kann ich das operieren lassen, aber ich weiß nicht, wie ich mich damit danach anhöre. Nachher spreche ich wie Mickey Mouse.“ Daher gibt Laura ein klares Statement ab: „Meine Stimme bleibt so, das letzte Stück ‚ICH‘ gebe ich nicht auf!“

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Wir von Förde.news bedanken uns bei Laura für diesen offenen Einblick in das Leben eines transsexuellen Menschen und hoffen, anderen Personen den Mut zu geben, zu sich selbst zu stehen. Man ist was man ist, nicht als was man geboren wurde. Es gibt eine Vielfalt von interessanten Menschen, egal ob schwul, lesbisch, pan, transsexuell oder hetero. Selbst zu wissen, was man will, ist dabei der erste Schritt zum Glücklichsein. Sei du selbst und lebe dein Leben, nicht das der anderen


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Immer wieder hatte Holger das Verlangen und die Träume, als Frau zu leben. Allein zu Hause zog er immer mal wieder Kleider an und schminkte sich. Doch das war nicht das, was Holger wirklich suchte, er wollte mehr. Nach und nach festigte sich sein Entschluss, keine halben Sachen mehr zu machen. So redete er zuerst mit seiner Frau, die ihn voll und ganz unterstützte und auch noch immer zu ihm, zu ihr steht. Sie ermöglichte es Holger, sich auch in ihrem Beisein zu Hause in Frauensachen zu kleiden und so auch mal Spaziergänge mit seiner Frau in der Dunkelheit machen. Nur nicht auffallen hieß damals noch die Devise.

Aber auch das stellte Holger noch nicht zufrieden, er wollte mehr. Er wollte eine ganze Frau werden.

Holger entschied sich, eine Frau werden zu wollen. 2013 begann langsam die Umwandlung. Die notwendigen Gutachten machten für Holger ohne größere Probleme den Weg frei. Immer öfter suchte Holger dann auch als Frau die Öffentlichkeit und offenbarte seiner Umwelt, dass er nun die Frau mit dem Namen Laura sei.

Holgers Sohn war 16, als er von diesem Schritt seines Vaters erfuhr. Weder er noch seine Freunde hätten damit ein Problem gehabt, der Sohn hatte seine Freunde unverändert zu Besuch und die Veränderung des Vaters wurde auch sonst von seinem Umfeld akzeptiert. Auch in der Firma zeigte sich Laura nun in Frauenkleidern. Sie nahm regelmäßig Hormone zu sich, damit die angleichende Operation stattfinden konnte. Hormone haben den Nebeneffekt, dass zwar die Brüste anfangen zu wachsen, die Brustbehaarung schwindet, aber auch die Haut weicher wird. Aber leider auch die Muskeln schwinden. Holger habe noch Bäume ausreißen können sagt Laura, die sich mit kleinen Sträuchern zufriedengibt.

Familiär läuft es bei Laura und ihrer Frau, fast unverändert. Laura fühlt sich nach wie vor von Frauen – und besonders ihrer Frau – angezogen und lebt nun als lesbisch orientierte Frau. Dass Lauras Frau immer noch auf Männer steht, aber Laura liebt, führt am Ende dann doch zu einer Einschränkung: Die beiden teilen zwar ihr Leben seit über 23 Jahren, aber nicht mehr das Bett.

In der Firma läuft alles unaufgeregt weiter. Zwar gibt es immer mal wieder Menschen, die Laura mit dem Namen Holger ansprechen, auch unser Autor war davon nicht frei. Aber da steht Laura drüber und weiß, dass es für manche schwierig sei, vor allem, wenn man einander schon Jahre kennt. Aber auch die immer noch männliche Stimme von Laura trägt dazu bei, dass auch der Name Holger leicht über die Lippen geht. Zu ihrer Stimme steht Laura jedoch. So sagt sie: „Klar kann ich das operieren lassen, aber ich weiß nicht, wie ich mich damit danach anhöre. Nachher spreche ich wie Mickey Mouse.“ Daher gibt Laura ein klares Statement ab: „Meine Stimme bleibt so, das letzte Stück ‚ICH‘ gebe ich nicht auf!“

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