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Queeres Zentrum für Flensburg – Stadt fördert LGBTQ+-Community

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Ab Januar 2023 übernimmt die Stadt 15.000 Euro pro Jahr für Miete und Nebenkosten.  - Archivfoto: Thomsen

Seit 5 Jahren findet um den 17. Mai, an dem Datum wurde Homosexualität 1990 aus dem Register der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Krankheit gestrichen, in Flensburg der CSD statt – außer im Coronajahr 2020. Im Jahr 2021 fand unter Corona Bedingungen der Rainbow Walk statt. Es fand eine kleine Fahrraddemo und andere zum Teil Onlineveranstaltungen statt.

Im Jahr 2022 ging es dann wieder mit vielen Queeren und nicht Queeren-Menschen weiter – so als sei 2020/21 gar nicht vorhanden gewesen. Rund 600 Personen haben sich informiert, gefeiert, sind zusammengekommen oder zeigten einfach Flagge für diejenigen, die sich nicht mehr tagtäglich verstellen möchten. Jeder weiß: wer da mitfeiert, dem ist es egal wen man liebt, wer man ist oder als was man sich fühlt.

„Hier kann ich das erste Mal ich sein, keinen interessiert es, ob ich Schwul bin – hier brauche ich mich nicht zu verstellen“ sagte ein Jugendlicher mit leuchtenden Augen über sein erstes Mal beim CSD 2022 unserem Reporter.

Aber warum kann man nur an einem Tag im Jahr zusammenfinden und sich in einem Geschützen Raum treffen, ohne Angst um Repressalien oder Anfeindungen zu haben.

Da muss was her, und zwar eine Queere Anlaufstelle – Ein Queeres-Zentrum. Eine Feste Anlaufstelle für verschiedene Gruppen.

„Das queere Zentrum richtet sich an alle queeren Menschen, deren Angehörige, Freund*innen und Kooperationspartner*innen. Vorhandene Gruppen können das Zentrum nutzen und neue Ideen oder Gruppen sollten gefördert werden. Angesprochen werden sollen Menschen, Gruppen und Vereinigungen besonders aus dem queeren Spektrum. Der AK-Vielfalt als eine feste Gruppe kann den Raum für Planungstreffen nutzen. Andere Gruppen, z.B. für Schulaufklärung und Antidiskriminierungsarbeit, oder Vereinstreffen von Queeren Vereinen können ihre Vernetzungstreffen dort abhalten. Eine Queere Jugendgruppe, eine Trans*/Inter*-Gruppe, eine Queere Gruppe für Ältere, etc. können dort ihren festen Raum zum Treffen, Austauschen haben. Eine feste Anlaufstelle für queere Menschen in Problemlagen, zum Austausch, zur Vernetzung mit anderen oder zum Beraten, Ein Queeres Zentrum„ so Witolla.

Lange haben die SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention rund um den Vorsitzenden Andreas Witolla gekämpft, damit die Stadt Flensburg einen Teil der Kosten übernimmt.  Ab Januar 2023 übernimmt die Stadt 15.000 Euro pro Jahr für Miete und Nebenkosten - für die nächsten drei Jahre.  Dies wurde im Gleichstellungsausschuss einstimmig beschlossen.

"Die Vorstellung der Initiatoren hat uns davon überzeugt, dass diese Mittel gut angelegt sind. Wir ermöglichen die Einrichtung einer Anlaufstelle für Menschen, die in einer persönlichen Umbruchsituation niederschwellig Rat benötigen. Nicht immer kann das persönliche Umfeld Halt und Unterstützung geben, deren Ausbleiben aber negative Wirkung auf das Wohlergehen der meist jungen Leute haben können. Hier versprechen wir uns Besserung." sagt der gleichstellungspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion Martin Lotze.

Räumlichkeiten werden gesucht

„Wo genau das „Queere-Zentrum“ hinkommen soll, ist noch nicht sicher, es soll jedoch zentral und für jeden gut erreichbar sein."  so Andreas Witolla

Nach Räumlichkeiten werde bereits gesucht, diese sollten gerne über mehrere Räume verfügen für, Gruppentreffen von mindestens 10 Personen, einen Büroraum, um dort auch vertrauliche Gespräche abzuhalten, Lagerraum und eine Kochmöglichkeit beinhalten.


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