Neues Großkrankenhaus am Peelwatt erhält seinen zweiten neuen Namen

 |  von Thomsen / Foerde.news

Krankenhäuser in Flensburg bekommen gemeinsamen Namen - Archivfoto: Thomsen

Flensburg – Noch ist der Neubau am Peelwatt nicht einmal begonnen, doch der Name des künftigen gemeinsamen Krankenhauses steht bereits fest. Am heutigen Tag haben die Träger bekannt gegeben, dass die beiden Flensburger Klinikstandorte künftig unter der Dachmarke „Malteser Fördeklinikum St. Katharina“ auftreten werden.

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Bereits im Oktober 2024 war der Öffentlichkeit ein erster Name für das geplante Zentralkrankenhaus vorgestellt worden: Damals sollte das neue Haus den sperrigen Titel „Fördeklinikum Katharinen-Hospital“ tragen. Dieser Vorschlag wurde nun noch einmal grundlegend überarbeitet, wie Unternehmenssprecherin Franziska Mumm erläutert. Anlass dafür ist die strukturelle Neuordnung der Trägerschaft.

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Zwei Häuser, ein Name

Wenn das Diako-Krankenhaus in der Knuthstraße Anfang 2026 an die Malteser übergeht, erhalten beide Häuser – sowohl der Standort Knuthstraße als auch das St. Franziskus-Hospital in der Waldstraße – den gemeinsamen Namen Malteser Fördeklinikum St. Katharina.

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Ganz leicht über die Lippen geht dieser Name zwar ebenfalls nicht. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass sich – ähnlich wie beim FEK in Neumünster für das Friedrich-Ebert-Krankenhaus – eine Kurzform im Sprachgebrauch einprägen wird. Im Alltag dürfte für viele Flensburgerinnen und Flensburger wohl weiterhin vom „FFK" Krankenhaus oder Hospital die Rede sein.

Mit der kartellrechtlichen Genehmigung steht nun auch der geplanten Übernahme der Gesamtverantwortung durch die Malteser zum 1. März 2026 nichts mehr im Wege. Die medizinische Versorgung bleibt dabei wie bisher an zwei Standorten bestehen. Zur rechtlichen Unterscheidung führen die Häuser künftig die Zusatzbezeichnungen „Standort Knuthstraße“ (bisher Diako) und „Standort Waldstraße“ (bisher St. Franziskus-Hospital).

Gemeinsame Identität vor dem Neubau

Nach Angaben der Träger soll mit dem neuen gemeinsamen Namen bereits vor Inbetriebnahme des Neubaus auf dem Peelwatt eine einheitliche Identität geschaffen werden – für Patientinnen und Patienten ebenso wie für Mitarbeitende. Sichtbar werden soll damit, was im Versorgungsalltag schon heute angelegt ist: Aus zwei Krankenhäusern wächst schrittweise ein gemeinsames Verbundkrankenhaus zusammen.

Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf betont in diesem Zusammenhang, der neue Name sei auch ein Signal nach innen: Man denke und handele „ab Tag eins“ als ein Krankenhaus und wolle das Wir-Gefühl der Belegschaften an beiden Standorten stärken.

Katharina von Siena als Namenspatronin

Mit Katharina von Siena erhält das neue Krankenhaus eine Namenspatronin, die Tradition und Zukunft verbinden soll. Die Heilige gilt als engagierte Frau, die sich für ihre Mitmenschen einsetzte und sich zu politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen ihrer Zeit äußerte. Sie ist Patronin der Pflegenden und knüpft an die christlichen Wurzeln beider Häuser an.

Nach Angaben der künftigen Geschäftsführung war es den Verantwortlichen wichtig, Elemente aus dem ursprünglichen Namenswettbewerb – insbesondere „Fördeklinikum“ und „Katharina“ – beizubehalten und zugleich die Malteser-Tradition fortzuführen, Einrichtungen unter den Schutz einer Namenspatronin zu stellen.

Kerstin Ganskopf und Philipp zu Löwenstein werden künftig gemeinsam die Geschäftsführung beider Häuser übernehmen – und damit auch den Übergang in das Malteser Fördeklinikum St. Katharina sowie den späteren Umzug in den Neubau am Peelwatt verantworten.