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Neue Straßenordnung in Flensburg-Mürwik sorgt für Kontroversen

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Ob sich das Konzept der neuen Radwegführung durch setzt, wird sich zeigen - Fotos: Thomsen

Flensburg - Die Nutzung des öffentlichen Raums ist oftmals Gegenstand hitziger Debatten zwischen Autofahrern und Radfahrern. Eine jüngste Änderung in der Straßenordnung der Kielseng Straße in Flensburg-Mürwik hat den Streit erneut angeheizt. Fahrradfahrer dürfen nun sowohl bergauf als auch bergab die rechte Fahrbahnseite nutzen.

Diese Neuerung hat zur Folge, dass der Abschnitt der Mürwiker Straße ab Kielseng/Ziegelleistraße einspurig für Autofahrer weiterführt, da die rechtsabbiegende Spur Richtung Osterallee für den Autoverkehr gesperrt wurde. Das Ergebnis: erheblicher Rückstau.

Wir von Förde.news haben uns die Situation am Montagnachmittag unter die Lupe genommen. Gegen 16:00 Uhr konnten wir die neugestalteten Bereiche begutachten. Vereinzelte Schilder entlang der Straße weisen darauf hin, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h auf 50 km/h reduziert wurde. Ein weiteres Schild verkündet in großen Buchstaben, dass Fahrradfahrer die Straße nutzen dürfen.

Interessanterweise entdeckten wir während unseres Besuchs nur wenige Radfahrer, was möglicherweise auf die kühleren Temperaturen zurückzuführen ist. In der Nähe des Tunnels an der Kreuzung Kielseng/Mürwiker Straße könnten sich Konfliktpunkte ergeben, da Autofahrer hier in Richtung Fruelund abbiegen können und dabei Radfahrer kreuzen müssen, die nun auch auf der Straße unterwegs sind.

Unsere Rückreise bot weitere Einblicke. Es gibt bereits spezielle Fahrradstreifen neben den Fußwegen. Warum nicht diese nutzen? Diese Frage stellten wir auch zwei Radfahrerinnen. Eine gab an, dass sie die Straße aus Sicherheitsgründen meiden würde. Die andere erklärte, sie wolle die Straße nur einmal ausprobieren, bevorzuge aber den traditionellen Radweg.

Erinnert sei an eine frühere Verkehrsverengung in der unteren Husumer Straße. Obwohl damals ein Rückstau im Feierabendverkehr befürchtet wurde, trat dies nicht ein. Allerdings gibt es dort immer noch regelmäßige Verkehrsbehinderungen.

Abschließend stellt sich die Frage, wie diese Änderungen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Flensburg beitragen, wenn längere Stauzeiten zu erwarten sind. Es bleibt abzuwarten, ob das neue Straßenkonzept den gewünschten Erfolg bringen wird.

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