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LBV.SH und IHK Schleswig-Holstein stellen Pilotprojekt für den Einsatz von Recyclingbaustoffen vor

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SH - Der stellv. Direktor des Frank Quirmbach, und der Geschäftsbereichsleiter Erhaltung, Christoph Köster, erläuterten in Esgrus, wie man wertvolle, wieder aufbereitete Rohstoffe im Straßenbau weiter nutzen kann - Foto: LBV.SH

Das Thema ist so aktuell wie nie: Der nachhaltige Einsatz von recycelten Bauwertstoffen im Straßenbau. Und genau solche wieder verwertbaren und wieder aufbereiteten Baustoffe werden nun in einem Landes-Pilotprojekt zur Sanierung der beschädigten Landesstraße 21 zwischen Sterup und Schrepperie gesondert eingesetzt und im Zeitverlauf auf ihre Güte hin überprüft.

Das Projekt wurde mit der Entsorgungswirtschaft, der IHK Schleswig-Holstein sowie den für Umwelt und Verkehr zuständigen Landesministerien abgestimmt. Der stellvertretende Direktor des Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Frank Quirmbach, sowie Frank Kurbjuhn für die Industrie und Handelskammer Schleswig-Holstein stellten gestern (10. Oktober 2022) den Piloten vor Ort an der Erneuerungsstrecke in Esgrus vor.

„Der LBV.SH hat im Juni die umfassende Sanierung der beschädigten L 21 zwischen Sterup und Schrepperie zwischen Brunsholm und Schrepperie gestartet, da die L 21 auf gesamter Streckenlänge nicht mehr Beanspruchungen durch den heutigen Verkehr gewachsen ist und die Fahrbahnbefestigung komplett in 65 Zentimeter Stärke vollständig ausgetauscht wird. Wir sind sehr gespannt, denn nun bringen wir auf dieser Pilotstrecke zum ersten Mal großflächig verbindlich Recyclingbaustoffe zum Einsatz“, betonte Frank Quirmbach. Und Frank Kurbjuhn von der IHK ergänzte: „Auch von Seiten der Abfall- und Kreislaufwirtschaft des Landes sind wir sehr an dem Projekt interessiert. Zumal uns alle insbesondere die neuerliche Krise geradezu auffordert vorhandene Wertstoffe noch besser zu nutzen.“

Zum Pilotprojekt:

Hier kommen die Recyclingwertstoffe zum Einsatz: Für den Einbau einer ungebundenen Frostschutzschicht haben die LBV.SH-Experten verbindlich nur den Einsatz von Recyclingbaustoffen an der zu erneuernden Straße zugelassen. Innerhalb des laufenden, rund drei Kilometer langen Baubereiches zwischen Brunsholm und Schrepperie kommt dabei aufbereiteter Betonabbruch als Betonrecycling zum Einsatz.

 

Das Ziel: Mit dem Pilotprojekt soll nachgewiesen werden, dass auch durch den ressourcenschonenden und CO2-einsparenden Einsatz von Recyclingbaustoffen qualitativ hochwertige Straßen hergestellt werden. Begleitet werden soll das Projekt und sein Erfolg durch umfassende Feld- und Laboruntersuchungen. Auch die Einhaltung der technischen und umweltrelevanten Standards werden so – auch bei größeren Abnahmemengen dokumentiert. Von den rund 3,2 Millionen Euro Kosten der Maßnahme entfallen rund 0,7 Millionen Euro auf den Einsatz des Recyclingbaustoffes. Die Fertigstellung des Abschnittes Brunsholm und Schrepperie ist nach aktueller Zeitplanung (witterungsabhängig) im November 2022 vorgesehen.

Besondere Herausforderung bei der Umsetzung des Bauabschnittes war der Ausbau einer vorher nicht erwarteten Altstraße, die unter der Asphaltschicht zu Tage kam (trotz regulärer Baugrunduntersuchung vorab), die wegen der Schadstoffbelastungen einer thermischen Verwertung in den Niederlanden zugeführt wird. Weitere Herausforderungen ergaben sich durch die weitgehende Sicherstellung der Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke.

Ab Frühjahr 2023 sollen weitere beschädigte Abschnitte der Landesstraße L 21 nach der baubedingten Winterpause zwischen Sterup und Brunsholm folgen. Auch hier sollen dann weitere Recycling-Baustoffgemische abgetestet werden. Um die Dauerhaftigkeit der Bauweise zu dokumentieren wird in den kommenden Jahren ein Monitoring der Strecke erfolgen.

 

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