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Kohlenmonoxid-Melder rettet Ehepaar in Flensburg das Leben

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Hätte das Ehepaar keinen Melder gehabt wären sie jetzt nicht mehr am Leben - Fotos: Thomsen

Flensburg - Ein gemütlicher Abend vor der Wärme des Kamins wäre für ein Ehepaar in der Kreuzkoppel im Stadtteil Tarup beinahe in einer Katastrophe geendet. Nur der rechtzeitige Alarm eines Warngerätes bewahrte beide vor dem Tod.
Mit sinkenden Temperaturen insbesondere in den Abend- und Nachstunden steigt auch wieder die Nutzung von Kaminen in Privathaushalten an. Im Stadtteil Tarup mündete die Nutzung der Wärmequelle in einem Einfamilienhaus am Dienstagabend in einer brenzligen Situation.
Das Ehepaar hatte sich nach Angaben der Feuerwehr in dem Anwesen aufgehalten und den Kamin entzündet. Parallel dazu hatten sie allerdings auch alle Fenster und Türen des Hauses verschlossen, um keine Wärme entweichen zu lassen.
Das offene Feuer im Kamin verbrauchte allerdings immer mehr Sauerstoff, sodass sich Kohlenmonoxid in den Räumen bildete.
Gegen 17.40 Uhr schlug dann der im Haus installierte Kohlenmonoxid-Meldet mit einem lauten Piepton Alarm - und das offenbar gerade noch rechtzeitig. „Der männliche Bewohner des Hauses schlief zu diesem Zeitpunkt schon“, berichtet der Zugführer der Berufsfeuerwehr, Klaus Fasel. Sowohl er als auch seine Frau wurden durch den Warnmelder aufgeschreckt. Geistesgegenwärtig verließen sie sofort das Haus und sorgten für eine Alarmierung der Rettungskräfte.
Diese waren wenige Minuten später mit einem Großaufgebot aus Löschzug, mehreren Rettungswagen und Notarzt vor Ort.
Die Rettungskräfte untersuchten die beiden Hausbewohner. Da der Mann über gesundheitliche Probleme klagte, wurde er vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Währenddessen sorgten die Einsatzkräfte der Feuerwehr durch das Öffnen von Fenstern und Türen wieder für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr in dem Einfamilienhaus. Zudem wurde der Kamin überprüft und der Kohlenmonoxid-Gehalt in der Luft überwacht. Als sich dieser Wert normalisiert hatte, konnte die Frau in das Haus zurückkehren.
Die Feuerwehr ist davon überzeugt, dass der Warnmelder dem Ehepaar durch seinen Alarm das Leben gerettet hat. „Ohne den Alarm hätte die Situation für die Bewohner tödlich enden können“, unterstrich Fasel. Denn da es sich bei Kohlenmonoxid um ein farb- und geruchloses Gas handelt, ist es nicht wahrnehmbar. Es bildet sich bei einer chemisch unvollständigen Verbrennung von organischem Material und gelangt über die Atemwege in den Körper und verursacht einen Sauerstoffmangel, der über Kopfschmerzen, Schwindel und Schläfrigkeit zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führt. Eine Situation, die durch den rechtzeitigen Alarm am Dienstagabend in Flensburg gerade noch abgewendet werden konnte.

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