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Kohle für die Stadtwerke - Versorgungssicherheit geht vor

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Aktuell können die Stadtwerke verschiedene Brennstoffe wie Kohle, Erdgas, Holzhackschnitzel und Strom zur Wärmeerzeugung einsetzen - Foto: Thomsen

Flensburg - Die Stadtwerke legen noch mal nach in Sachen Versorgungssicherheit. Neun Schiffe werden in den nächsten Monaten rund 110.000 Tonnen Steinkohle am Stadtwerke-Kai anlanden. Dieses Jahr kommen fünf Schiffe und bis Ende März 2023 sind es vier weitere.

Damit ist die Energieversorgung für den Winter gesichert. Dirk Roschek, Leiter der Energieerzeugung erläutert, woher der Brennstoff kommt: „Die Kohle stammt überwiegend aus Amerika und wird entweder über den Verladehafen Brunsbüttel oder über den dänischen Tiefwasserhafen Apenrade nach Flensburg transportiert. Wir profitieren davon, dass die dänische Seite ihren Hafen jetzt wieder geöffnet hat, damit die großen Schiffe, für die der Flensburger Hafen nicht tief genug ist, ihre Kohle dort anlanden können und diese auf kleinere Schiffe mit weniger Tiefgang umgeladen werden kann. Die Kohle aus Apenrade wird auch nach Polen transportiert, um dort die Versorgungssituation zu verbessern.“

Dr. Dirk Wernicke, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, setzt auf Versorgungssicherheit für Flensburg: „Für uns hat es erste Priorität, dass wir gut und warm durch den Winter kommen. Kein Kunde der Stadtwerke soll im Winter frieren, weil aufgrund des Ukraine-Krieges nicht genügend Brennstoffe nach Deutschland geliefert werden. Wir haben diese Entscheidung bewusst getroffen, auch in der Hoffnung, dass wir hier mit einer einmaligen Ausnahmesituation konfrontiert werden. Grundsätzlich werden die Stadtwerke weiter an ihren Klimaschutzzielen festhalten und wie geplant aus der Kohleverbrennung aussteigen.“

Das Flensburger Kraftwerk liefert Fernwärme, Warmwasser und Strom für die gesamte Region. Die Energieerzeugung wird in den nächsten Jahren Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umgestellt. Vor allen Klimaschutzgesetzen und so schnell wie möglich. Bis Ende des nächsten Jahres wird dazu ein detaillierter und konkreter Transformationsplan mit allen Maßnahmen zur Umstellung auf Klimaneutralität vorliegen. Nächstes Jahr soll ein weiterer Elektrodenheizkessel, der mit Strom Wärme erzeugt, in Betrieb gehen, danach ist eine Großwärmepumpe geplant. Sie wird dem Förderwasser etwas Wärme entnehmen und zusammen mit Strom aus erneuerbaren Energien Fernwärme erzeugen.

Aktuell können die Stadtwerke verschiedene Brennstoffe wie Kohle, Erdgas, Holzhackschnitzel und Strom zur Wärmeerzeugung einsetzen und werden mit diesem Brennstoff-Mix gut durch den Winter kommen.


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