Jugendplatz Süderbrarup: Neuer Treffpunkt für junge Menschen entsteht bis 2026

 |  von Thomsen / Foerde.news

Für den Neubau des Jugendhauses hat das Amt Süderbrarup jetzt Förderbescheide erhalten - Fotos: Jasper Hentschel

Süderbrarup – Hinter der Schule am Thorsberger Moor entsteht in den kommenden Jahren ein neuer zentraler Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien: der „Jugendplatz Süderbrarup“ samt eigenem Jugendhaus. Bis Ende 2026 soll das Projekt abgeschlossen sein und den Ort wie auch die Region langfristig aufwerten.

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Der Jugendplatz ist als moderner Freizeit- und Begegnungsraum im Freien angelegt – mit einem klaren Ziel: ein Angebot zu schaffen, das Spaß macht, bewegt und Menschen miteinander verbindet. Die Planungen sind abgeschlossen, nun beginnt die Bauphase. Bereits im August und September starten Rückbau- und Tiefbauarbeiten, weitere Gewerke wie Stromversorgung, Ausstattung und Außenanlagen folgen in den kommenden Monaten.

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Vielfältige Sport- und Freizeitangebote

Schon jetzt steht fest: Der neue Jugendplatz wird ein breites Spektrum an Aktivitäten bieten. Geplant sind unter anderem

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  • eine Multisport-Spielarena für Fußball, Handball und Hockey

  • eine Pumptrack und ein Dirtpark – moderne Strecken mit Hügeln, Kurven und Sprungmöglichkeiten für Fahrräder, Roller und BMX-Räder

  • Tegball-Plätze, eine Mischung aus Fußball und Tischtennis

  • eine legale Graffitiwand für kreatives Gestalten

  • ein Basketballfeld sowie eine interaktive Torwand

  • ein Bereich mit Calisthenics-Geräten für Outdoor-Fitness mit dem eigenen Körpergewicht

  • ein Bauspielplatz für Kinder bis 12 Jahre

Ergänzt wird der Außenbereich durch ein eigenes „Haus am Jugendplatz“, das als geschützter Innenraum zum Spielen, Treffen, Lernen und Wohlfühlen dient.

Digitalisierung als integraler Bestandteil

Auch digitale Angebote sind fest eingeplant. Vorgesehen sind unter anderem digitale Infobildschirme, Smart Locker (digitale Schließfächer) und interaktive Funktionen rund um Geräte und Angebote. Diese Elemente sollen in eine neue App eingebunden werden, die das Amt Süderbrarup derzeit im Rahmen des Smart-City-Projekts entwickelt. Nutzerinnen und Nutzer können sich so per Smartphone informieren, Geräte buchen oder Hinweise zum Platz und Programm abrufen.

Fördermittel für das Jugendhaus

Für den Neubau des Jugendhauses hat das Amt Süderbrarup jetzt Förderbescheide erhalten: Sozialstaatssekretär Johannes Albig und der Staatssekretär für ländliche Räume, Otto Carstens, übergaben jeweils rund 470.000 Euro. Das „Haus am Jugendplatz“ soll eng mit dem Smart-City-Projekt verknüpft werden und bis Ende 2026 fertiggestellt sein.

„Mit dem Haus am Jugendplatz entsteht ein moderner und geschützter Raum, in dem Kinder und Jugendliche Unterstützung, Orientierung und Entfaltungsmöglichkeiten finden“, erklärte Sozialstaatssekretär Albig. Besonders der inklusive und barrierefreie Ansatz mache das Projekt zu einem wichtigen Baustein für eine zukunftsorientierte Jugendarbeit, betonte er.

Staatssekretär Carstens hob die Bedeutung des Projekts für den ländlichen Raum hervor. Kinder und Jugendliche seien „das Rückgrat der Dörfer“. Mit dem Neubau des Jugendhauses werde ihnen ein Ort für kreative Entfaltung und Gemeinschaft geboten.

Ort für Begegnung, Entwicklung und Teilhabe

Amtsvorsteher Wolfhard Kutz bezeichnete den Neubau als strategische Investition in die Zukunft der Region. Mit dem Haus am Jugendplatz entstehe ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Raum für Begegnung, Lernen und persönliche Entwicklung erhalten. Der Übergang vom Kindesalter in die Jugend sei bewusst niedrigschwellig und fließend angelegt, sodass Angebote altersübergreifend aufeinander aufbauen und sich an den sich verändernden Bedürfnissen junger Menschen orientieren.

Das Jugendhaus soll betreute, kreative und sichere Freizeitangebote bereithalten – vom offenen Treff bis zu freizeitpädagogischen Projekten. Jugendliche bekommen zusätzliche Räume, in denen sie eigene Themen einbringen, sich ausprobieren und Verantwortung übernehmen können.

Enge Vernetzung vor Ort

Geplant sind zahlreiche Kooperationen mit dem Familienzentrum, den Kitas im Amtsgebiet, der Grundschule, der betreuten offenen Ganztagsschule (BOGS), der Schulsozialarbeit sowie weiteren lokalen Akteuren. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu begleiten und zu stärken.

Die konsequente Ausrichtung auf Inklusion und Barrierefreiheit soll sicherstellen, dass alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von Einschränkungen Zugang zu den Angeboten haben.

Finanzierung über Bund und Land

Die Förderung des Landwirtschaftsministeriums erfolgt im Rahmen der Ortskernentwicklung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK), die gemeinsam von Bund und Land getragen wird. Das Sozialministerium unterstützt den Neubau auf Grundlage der Richtlinie zur Förderung von Investitionen in Stätten der Jugendarbeit.

Mit dem Jugendplatz und dem dazugehörigen Jugendhaus entsteht in Süderbrarup ein zentraler Ort für junge Menschen – ein Projekt, das weit über den Freizeitwert hinausreicht und die Gemeinde langfristig stärken soll.