Grünes Licht für die Entwicklung des Hafen Ost
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Zwischen Weihnachten und Neujahr hat die Stadt Flensburg vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein den lange erwarteten Bescheid erhalten: Die künftige Größe und genaue Flächenabgrenzung des Wirtschaftshafens am Ostufer der Förde ist nun verbindlich festgelegt.
Damit steht fest, welche Bereiche dem Wirtschaftshafen in Zukunft auf der Ostseite zur Verfügung stehen. Zugleich verfügt die Stadt nun über eine belastbare Grundlage, um für die übrigen Flächen auf dem Gelände des ehemaligen Hafen-Ost die weitere Entwicklung zu planen.
Der Bereich Hafen-Ost bietet umfangreiche Potenziale für gewerbliche Nutzungen, wirtschaftliche Ansiedlungen und – in Teilen – auch für Wohnbebauung. Nächster Schritt ist nun, die vorgesehenen Nutzungen in konkrete städtebauliche Planungen zu überführen, um das neue Stadtviertel schrittweise zu entwickeln.
Ursprünglich war vorgesehen, den Hafen-Ost vor allem als neues Wohnquartier zu konzipieren und den Wirtschaftshafen auf die Westseite zu verlagern, um mögliche Nutzungskonflikte durch Emissionen zu vermeiden. Das Land Schleswig-Holstein räumte jedoch dem bisherigen Standort des Wirtschaftshafens am Osthafen Priorität ein. In intensiven Abstimmungen zwischen Land und Stadt wurde daraufhin ein gemeinsames Nutzungskonzept für das Gelände erarbeitet.
Oberbürgermeister Fabian Geyer zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. Er betont, man habe in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Politik in zahlreichen Gesprächen mit dem Land eine Lösung gefunden, die für alle Seiten tragfähig sei. Zwar hätte er die ursprünglichen städtischen Planungen gerne umgesetzt, doch sei darüber keine Einigung mit dem Land erzielt worden. Entscheidend sei nun, die Entwicklung nicht weiter aufzuschieben, sondern durch einen Kompromiss Planungs- und Handlungssicherheit zu gewinnen.

Annika-Fee Schulz von der CJBW Schiffsmakler GmbH & Co. KG hat nun Planungssicherheit - Archivfoto: Thomsen
Auch aus Sicht der Hafenwirtschaft ist der Bescheid ein wichtiges Signal. Für den Flensburger Wirtschaftshafen sei die Entscheidung ein „Sicherheitsanker“, um langfristig arbeiten zu können, erklärt Annika-Fee Schulz von der CJBW Schiffsmakler GmbH & Co. KG. Das vergangene Jahr habe verdeutlicht, welche Bedeutung der Hafen für die gesamte Region habe und welches Entwicklungspotenzial in ihm stecke. Mit der nun vorliegenden Entscheidung des Wirtschaftsministeriums erhielten die Hafennutzer die notwendige Sicherheit, um zu planen, zu investieren und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.