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Großeinsatz nach Chlorgasaustritt in Glücksburger Fördeland-Therme

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Glücksburg/ iwe – Bei Wartungsarbeiten ist am Freitagmorgen in der Glücksburger Fördeland-Therme eine noch unbekannte Menge Chlorgas ausgetreten. Ein Techniker wurde dabei leicht verletzt. Da noch kein Badebetrieb herrschte, kamen keine Gäste zu Schaden.

„Der Notruf ging nur rund eine Viertelstunde vor Beginn des regulären Betriebes ein – da haben wir großes Glück gehabt“, so Gemeindewehrführer Frank Makolla. Andernfalls hätte es vermutlich zahlreiche Verletzte gegeben.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Techniker des Schwimmbades mit Wartungsarbeiten an der Filteranlage in einem Technikraum beschäftigt, als der Unfall geschah. Aus noch ungeklärter Ursache wurde plötzlich hochgiftiges Chlorgas freigesetzt. Offenbar ist es aber dem geistesgegenwärtigen Einsatz des Technikers zu verdanken, dass kein größerer Schaden entstand. „Der Mann hat sofort das Ventil geschlossen und eine Atemmaske aufgesetzt, bevor er die Räumung des Bades veranlasst hat“, so Makolla.

Alarmiert wurden mehere Feuerwehren, die mit insgesamt rund 60 Mann im Einsatz waren. Zudem wurden drei Rettungswagen und der Notarzt alarmiert.

Der leicht verletzte Techniker wollte sich jedoch selbst in ärztliche Behandlung begeben.

Um den mit Chlorgas gefüllten Technikraum zu untersuchen und um das Ausmaß des Austritts festzustellen, wurde auch der Löschzug Gefahrgut aus Schleswig alarmiert. Dessen Einsatzkräfte gingen mit Vollschutzanzügen in den Raum. „Dann werden die Chlorgasdämpfe mit Wasser niedergeschlagen“, erklärt Gemeindewehrführer Makolla.

Um eine Gefährdung für die Anwohner auszuschließen, wurde die Sandwigstraße vor dem Schwimmbad komplett abgesperrt und gefährdete Bereiche evakuiert.

Einsatzleiter Makolla rechnet damit, dass der Einsatz noch bis in den Nachmittag andauern wird. Ob die Fördeland-Therme danach wieder für den Badebetrieb geöffnet werden kann, ist noch unklar.

    


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