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Freibad Weiche: Abriss und Neubau sollen noch in diesem Jahr beginnen
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Beim Freibad Weiche rückt der Neustart näher. Nach Angaben von Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer sind die Planungen inzwischen weit fortgeschritten. Noch in diesem Jahr sollen Abriss und erste Bauarbeiten beginnen. Offen ist allerdings noch, welche Aufgaben der Verein beim späteren Betrieb übernehmen kann.
Nach langen Diskussionen um die Zukunft des Freibads Weiche soll es nun konkret werden. Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer machte deutlich, dass die Stadt an dem politisch beschlossenen Neubau festhält. „Die Mehrheit hat beschlossen, dass dieses Freibad mit den Fördermitteln des Bundes gebaut werden soll“, sagte Geyer.
Der Zeitplan ist dabei eng. Um die Fördermittel nutzen zu können, müsse das Projekt zeitnah beginnen. Die zuständigen städtischen Immobilienexperten seien mit den Planungen bereits weit vorangekommen. „In diesem Jahr muss es ja auch losgehen mit dem Abriss und den weiteren Baumaßnahmen“, erklärte der Oberbürgermeister. Die Stadt sei inzwischen so weit, dass mit Abriss und Neubau in absehbarer Zeit begonnen werden könne.
Parallel zu den Bauvorbereitungen beschäftigt die Verwaltung vor allem die Frage, wie das Freibad später betrieben werden soll. Der Verein, der sich seit Jahren für das Bad engagiert, soll nach dem Willen der Politik weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Auch Geyer hält daran fest. „Wir werden alles dafür tun, dass der Verein eine relevante Rolle spielt“, sagte der Oberbürgermeister. Das Freibad solle auch künftig den Charakter eines „Volksbades“ behalten. Die Stadt habe kein Interesse daran, sämtliche Aufgaben selbst zu übernehmen.
Allerdings könne der Betrieb eines komplett neu errichteten Freibads nicht einfach nach den bisherigen Strukturen fortgeführt werden. Mit moderner Technik gingen neue rechtliche, technische und hygienische Anforderungen einher. Besonders geklärt werden müsse, wer welche Verantwortung und welche Haftungsrisiken übernimmt.
„Die rechtlichen Rahmenbedingungen können wir nicht ändern“, betonte Geyer. Eine externe Fachkanzlei arbeite deshalb derzeit an einem Entwurf für einen Betreibervertrag. Anschließend soll mit dem Verein besprochen werden, welche Aufgaben er übernehmen kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen.
Geyer machte zugleich deutlich, dass die Betreiberfrage noch nicht abschließend entschieden ist. „Es wird einen Betreibervertrag geben, nur die Aufgaben, die dahinter liegen, die kann ich noch nicht genau beschreiben“, sagte er. Ziel der Stadt sei es, bei wesentlichen Betreiber- und Haftungsfragen möglichst klare Verantwortlichkeiten zu schaffen.
Dabei zeigt sich der Oberbürgermeister zuversichtlich, dass Stadt und Verein zu einer Lösung kommen. „Ich bin optimistisch, dass wir auch den Verein in weiten Teilen mit einbinden werden“, sagte Geyer. Notfalls müsse geprüft werden, ob zusätzliche Qualifikationen oder Schulungen erforderlich seien.
Auch beim Zeitplan für den Bau zeigt sich Geyer optimistisch. Als voraussichtliches Bauende nannte er Ende 2027. „Bauende ist geschätzt Ende 27“, sagte der Oberbürgermeister. Dieser Zeitrahmen sei nach Einschätzung der Fachleute realistisch.
Bei den Kosten nannte Geyer im Pressegespräch eine Größenordnung von insgesamt rund sieben bis acht Millionen Euro. Die Stadt bekam eine Bundesförderung von 3.483.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.
Für Geyer steht unabhängig von den noch offenen Details fest, dass das Projekt weitergeführt wird. Der erneute politische Beschluss und die Aufnahme in die Investitionsplanung seien für ihn bindend: „Das ist ein klares Bekenntnis dafür: Das Freibad bleibt stehen.“ Planung und Bau würden deshalb weiter vorangetrieben – parallel müsse nun die Betreiberfrage geklärt werden.
