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Flensburg veröffentlicht erstmals Karte mit kühlen Orten für heiße Tage
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Aufgrund der heißen Tage hat die Stadt Flensburg, im Juni, erstmals eine „Kühle-Orte-Karte“ für das Stadtgebiet vorgestellt. Sie soll Bürgern und Besuchern an heißen Tagen Orientierung bieten, auf gesundheitliche Risiken durch Hitze aufmerksam machen und zeigen, wo sich im Stadtgebiet Schatten, Abkühlung und Trinkwasser finden lassen.
Mit der neuen Karte setzt die Stadt Flensburg ein sichtbares Zeichen für Gesundheitsvorsorge und Klimaanpassung. Unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“ weist die Übersicht auf Orte hin, an denen Menschen sich bei hohen Temperaturen zeitweise aufhalten, Wasser auffüllen oder kühlere Räume nutzen können. Hintergrund ist die zunehmende Belastung durch längere Hitzeperioden, die insbesondere ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen trifft.
Die Karte verzeichnet dafür eine ganze Reihe öffentlicher Anlaufstellen im Stadtgebiet. Zu den ausgewiesenen Orten für Strand und Schwimmen zählen das Strandbad Ostseebad, Am Ostseebad 29, sowie das Strandbad Solitüde, Solitüde 31. Als öffentliche Gebäude nennt die Stadt die Phänomenta, Norderstraße 157–163, das Schiffahrtsmuseum, Schiffbrücke 39, den Museumsberg, Museumsberg 1, das Rathaus, Rathausplatz 1, die Campelle Flensburg, Thomas-Finke-Straße 16, sowie die Europa-Universität, Auf dem Campus 1a.
Hinzu kommen zahlreiche Trinkwasser-Refill-Stationen, an denen Wasser kostenlos aufgefüllt werden kann. Aufgeführt sind die Campus Suite, Auf dem Campus 1a, das ASTA-Büro, Auf dem Campus 1, die Campelle, Thomas-Fincke-Straße 16, Durchblick Brillen, Friesische Straße 1, Lauschig Lokal, Holm 49/51, The Body Shop, Holm 16, TUM Trekking & More, Große Straße 12, Onoma Café, Große Straße 16 A, Contigo Flensburg, Große Straße 37, Momo Naturbutik, Norderstraße 47, Dito Flensburg, Norderstraße 14, Plan B Café, Norderstraße 46 sowie das Café ISA, Norderstraße 77. Außerdem ist ein Wasserspender an der Hafenspitze verzeichnet.
Auch Bibliotheken und Kirchen sind als kühle Aufenthaltsorte markiert. Genannt werden die Dänische Bibliothek, Norderstraße 59, die Stadtbibliothek, Süderhofenden 40, die Universitätsbibliothek, Auf dem Campus 3, die Sankt-Petri-Kirche, Bauer Landstraße 10, Sankt Marien, Marienkirchhof 7, Sankt Jürgen, Jürgensgaarder Straße 1, Nikolaikirche, Nikolaikirchhof 8 und Sankt Johannis, Johanniskirchhof 22. Ergänzt wird das Angebot durch öffentliche Toiletten an der Schiffbrücke 67, in der Neuen Straße 3, am Holm 504, am ZOB 504 und am Hafendamm 504 sowie durch ausgewiesene Grünflächen im Stadtgebiet.
Die Gesundheitsdienste der Stadt betonen, dass Hitzeschutz auch in Flensburg zu einem wichtigen Zukunftsthema geworden sei. UV-Strahlung, Trockenheit und hohe Temperaturen würden künftig häufiger zu gesundheitlichen Belastungen führen. Umso wichtiger sei es, frühzeitig zu sensibilisieren und Hilfsangebote sichtbar zu machen.
Auch aus Sicht der Stadtplanung ist die neue Karte Teil einer langfristigen Strategie. Stadtbaurat Stefan Niemöller bezeichnet die „Kühle-Orte-Karte“ als Baustein der kommunalen Klimaanpassung. Hitze gewinne bereits heute in aktuellen und künftigen Planungsprozessen an Bedeutung. Klimaanpassung müsse deshalb bei Stadtentwicklung und Planung selbstverständlich mitgedacht werden.
Zugleich versteht die Stadt das Angebot ausdrücklich als Gemeinschaftsprojekt. Bürger können weitere geeignete Orte melden und so zur Weiterentwicklung beitragen. Vorschläge nimmt die Verwaltung per E-Mail an klimaanpassung@flensburg.de entgegen. Perspektivisch soll die Karte auch interaktiv auf der Internetseite der Stadt verfügbar sein. Der bundesweite Hitzeaktionstag selbst wird unter anderem von der Bundesärztekammer, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat, dem GKV-Spitzenverband und der Klima-Allianz Deutschland getragen.
Mit der Veröffentlichung der Karte verbindet Flensburg zwei Ziele: konkrete Hilfe an heißen Tagen und ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Hitzeschutz längst auch im Norden zu den kommunalen Zukunftsaufgaben gehört.
