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Energie- und Trinkwasserpreise 2026: Stadtwerke Flensburg kündigen leichte Entlastung an

 |  von Thomsen / Foerde.news

Die Grundversorgung sinkt um rund 3 Cent/ kWh - Symbolfoto: Thomsen

Flensburg – Zum Jahreswechsel passen die Stadtwerke Flensburg ihre Preise für Energie und Trinkwasser an. In der Summe bedeutet das – je nach Verbrauch – eine leichte finanzielle Entlastung für viele Haushalte in der Region. „Wir stabilisieren die Versorgung, investieren weiter in Netze und Wärmewende und können die Gesamtbelastung für zahlreiche Kundinnen und Kunden dennoch etwas senken“, sagt Peer Holdensen, Pressesprecher der Stadtwerke Flensburg.

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Fernwärme

Die Fernwärmepreise werden weiterhin über eine Preisgleitklausel gebildet, die fixe und variable Kostenbestandteile – etwa Löhne, Erdgas oder CO₂ – berücksichtigt. Weil die variablen Kosten sinken, reduziert sich der Arbeitspreis im Primärnetz um knapp 5 % von 132,57 auf 126,31 €/MWh. Der Grundpreis steigt von 717,11 auf 739,36 €/Jahr.
„Unterm Strich gehen die Fernwärmekosten im nächsten Jahr – abhängig von Haushaltsgröße und Verbrauch – um etwa 1 bis 3 % zurück“, erklärt Jan Zander, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb. Konkret spart eine Wohnung mit 7 MWh Jahresverbrauch rund 20 €, ein Haus mit 20 MWh etwa 103 € pro Jahr.
Holdensen betont: „Die Entwicklung zeigt, dass unsere Beschaffungs- und Effizienzstrategie greift – bei gesicherter Wärmeversorgung.“

Grundversorgung Strom

Sinkende regionale Netzentgelte drücken den Arbeitspreis in der Grundversorgung von 34,06 auf 31,78 ct/kWh. Gleichzeitig steigen fixe Kosten im Netz und Messwesen; der Grundpreis erhöht sich von 113,16 auf 128,59 €/Jahr.
Insgesamt zahlt ein Haushalt mit 2.000 kWh/Jahr rund 30 € weniger, bei 4.000 kWh/Jahr sind es knapp 78 € Ersparnis gegenüber 2025. „Wir geben gesunkene Netzkosten spürbar weiter und federn Preisspitzen über eine vorausschauende Beschaffung ab“, so Holdensen.

Trinkwasser

Um Qualität und Versorgungssicherheit zu stärken, investieren die Stadtwerke verstärkt in Sanierung und Pflege von Wassernetz, Wassertürmen und Brunnenanlagen. Parallel steigen die Baukosten im Tief- und Rohrleitungsbau. Daher erhöht sich der Arbeitspreis von 2,33 auf 2,56 €/m³ (1 m³ = 1.000 Liter; 1 Liter kostet 0,00256 €). Der Grundpreis steigt von 111,00 auf 122,10 €/Jahr. Je nach Haushaltsgröße entspricht das Mehrkosten von etwa 34–45 € jährlich.
„Beim Wasser investieren wir heute, damit die Versorgung morgen robust bleibt – jeder Euro fließt in die regionale Infrastruktur“, sagt Holdensen.

Gesamtwirkung für typische Haushalte

In der Gesamtbetrachtung gehen die Kosten für Trinkwasser und Energie im Jahr 2026 – abhängig vom Verbrauch – leicht zurück:

  • Wohnungsmieter (3,6 kW Anschlussleistung, 7 MWh Fernwärme, 2.000 kWh Strom, 100 m³ Wasser): ca. 16 € weniger pro Jahr.

  • Hausbesitzer (14 kW Anschlussleistung, 20 MWh Fernwärme, 4.000 kWh Strom, 150 m³ Wasser): ca. 133 € Entlastung pro Jahr.

Holdensen fasst zusammen: „Unser Kurs bleibt: verlässlich versorgen, transparent erklären und die lokale Infrastruktur stärken. 2026 bringt vielen Haushalten eine kleine, aber spürbare Entlastung.“