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Die USA haben gewählt – Der neue Präsident heißt Joe Biden

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USA - Die Amerikaner haben gewählt. Der neue Präsident heißt Joe Biden - Bidenfoto: Gage Skidmore

Am 3. November haben die USA gewählt. Nach einem langen Kopf an Kopfrennen stand das vorläufige Endergebnis der Präsidentschaftswahl am Samstagabend (7.November) Europäischer Zeit fest. Nach einem langen Kopf an Kopf rennen zwischen den beiden Kontrahenten, bekam der Herausforderer am Ende die erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen. Seit 120 Jahren war die Wahlbeteiligung so hoch wie nie.

Der 46. Präsident, der im Januar 2021 ins Weiße Haus einziehen wird, heißt Joseph Robinette „Joe“ Biden.

Für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump stimmten 70.591.531 US-Amerikaner, für Joe Biden votierten 74.847.834 Wählerinnen und Wähler. Dies sind vorläufige Ergebnisse, da noch eine große Zahl an Briefwahlunterlagen ausgewertet werden muss.

Im US-Wahlsystem sind zudem Wahlleute aus den Bundesstaaten zu entsenden, die entsprechend des Wählerauftrags aus ihrem Bundesstaat im sogenannten Electoral College für einen der Präsidentschaftskandidaten stimmen müssen. Es zeichnet sich ab, dass für den neuen Präsidenten 273 (zählt man den Staat Arizona dazu kommt Biden auf 284 Stimmen) der 538 Wahlleute stimmen werden, auf Trump werden 213 Stimmen entfallen. Komplett ausgezählt ist immer noch.

Donald Trump wurde vor vier Jahren am 9. November 2016 als 45. Präsident der USA gewählt. Er prägte zu seiner Amtseinführung Sätze wie „Alternative Fakten“ oder „Fakenews“. Außerdem ist er bekannt als derjenige, der sich mit 280 Buchstaben permanent an die Welt wendet. Wie kein anderer twitterte der mächtigste Mann der Welt. Nicht immer erschloss sich für jeden der Sinn seiner Tweets.

Trump ist der Sohn eines Immobilienmoguls und hatte selbst viel Erfolg mit seinen Immobilien, was ihm wiederum mehrere Millionen Dollar bescherte. Bis zuletzt galt er als Außenseiter der Politik, obwohl er seit gut drei Jahren das Machtzentrum der USA beherrschte. Die Corona-Pandemie leugnete er gänzlich und verharmloste sie. Infolge dessen starben inzwischen über 230.000 US-Amerikaner, 9,3 Millionen erkrankten. Maskenpflicht sah er als unnötig an. So trat er bei den Wahlkämpfen gegen Biden stets ohne Maske auf. Bis zum 5. Oktober 2020, da wurde Trump selbst positiv auf Corona getestet. Er wurde zwar unter Quarantäne gestellt, später dann auch in ein Krankenhaus eingeliefert, jedoch führte er mehrere Rundtouren mit seinen Bodyguards aus, die dann ebenfalls positiv getestet wurden. Er entließ sich selbst aus dem Krankenhaus und verbrachte seine restliche Genesung im Weißen Haus. Die weiteren öffentlichen Debatten gegen Biden wurden per Video bestritten. Bis zuletzt prophezeite Trump, dass das Coronavirus bald vorbei sein würde, allerdings nur, wenn er weiterhin im Amt bliebe.

Nun verlor er den Kampf um eine zweite Amtszeit. Er muss im Januar das Weiße Haus räumen. Ob er die Wahlniederlage einfach so hinnimmt, zeigt die Zeit. Jedoch sagte Trump bereits im Vorfeld, dass er das Weiße Haus nicht freiwillig preisgeben will. Er wollte, während noch einige Staaten gefehlt haben, die Briefwahlzählung von einem Gericht stoppen lassen und sah sich bereits als Sieger.

Aber wer ist eigentlich der Wahlsieger?

Joe Biden hingegen ist kein unbekanntes Blatt in der amerikanischen Politik. Er war der 47. US-Vizepräsident von 2009-2017 unter Barack Obama. Seitdem er 1970 sein erstes politisches Mandat gewann und in den Rat der Stadt New Castle gewählt worden war, setzte er seine Karriere fort. Nur zwei Jahre später siegte er als einer der jüngsten Kandidaten, mit 29 Jahren, bei der Wahl zum US-Senat und vertrat dort ab 1973 bis zum Jahr 2009 den Bundesstatt Delaware.

Dass Biden eine gute Chance hatte, die Präsidentschaftswahl zu gewinnen, zeigte die Spendenbereitschaft der Wähler. Im Mai erreichte er mit 81 Millionen US-Dollar einen Spendenrekord.

Nun kann er sein Engagement in der amerikanischen Politik vier Jahre fortsetzen und den Unterschied zu seinem Vorgänger deutlich machen. Der neue, 46. US-Präsident wird am 20. November 78 Jahre alt.


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