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Deutsches Haus: „Wir müssen da einmal durch“
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Das Deutsche Haus soll während der geplanten Sanierung voraussichtlich vollständig schließen. Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer hält einen Teilbetrieb für technisch und wirtschaftlich kaum sinnvoll. Ziel bleibt, das Gebäude innerhalb von zwei Jahren umfassend zu erneuern.
Bei der Sanierung des Deutschen Hauses setzt Oberbürgermeister Dr. Fabian Geyer auf einen klaren Schnitt. Statt einzelne Gebäudeteile nacheinander zu erneuern und währenddessen Veranstaltungen zu ermöglichen, soll das Haus möglichst in einem Zug saniert werden.
„Wir wollen das in zwei Jahren durchgezogen haben“, sagte Geyer. Ziel sei es, das Gebäude danach wieder vollständig für den Veranstaltungsbetrieb zur Verfügung zu stellen.
Die Stadt habe intensiv prüfen lassen, ob zumindest ein Teilbetrieb während der Bauarbeiten möglich wäre. Nach Einschätzung der beteiligten Fachleute würde eine solche Lösung die Arbeiten jedoch erheblich erschweren und verlängern.
Vor allem Elektrik, Brandschutz und weitere sicherheitstechnische Einrichtungen müssten grundlegend erneuert werden. Geyer beschrieb den technischen Zustand drastisch: In Teilen liege das Deutsche Haus praktisch noch auf einem Stand von vor vielen Jahrzehnten.
Ein Veranstaltungsbetrieb während solcher Arbeiten sei kaum realistisch. Mit Blick auf die Stromversorgung scherzte Geyer, dann könne allenfalls „AC/DC unplugged“ spielen.
Ernst ist ihm dagegen die wirtschaftliche Seite. Würde in vielen kleinen Bauabschnitten saniert, müsste immer wieder neu eingerichtet, abgesichert und kalkuliert werden. „Es macht einfach keinen Sinn“, sagte Geyer. „Wir müssen da einmal durch.“
Dass eine Schließung Veranstalter und Gewerbetreibende trifft, räumte der Oberbürgermeister ein. Gerade deshalb wolle die Stadt das Haus möglichst schnell wieder in Betrieb bringen.
An dem Ziel von zwei Jahren hält Geyer fest. Die Frist habe er sich nicht selbst ausgedacht, sondern sie beruhe auf den Einschätzungen der Planer. „Die zwei Jahre haben einen realistischen Ansatz“, sagte er. Das Deutsche Haus sei „eine der Herzkammern Flensburgs“ und für das Veranstaltungsangebot der Stadt von großer Bedeutung.
