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CDU Flensburg stellt Dringlichkeitsantrag zum Freibad Weiche

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Timo Schwendke, Karsten Sörensen Ralf Loell sind sich einig, dass die Stadt das neue Gutachten eingehend prüfen und gleichzeitig Gespräche mit dem Land Schleswig-Holstein führen muss - Foto: Thomsen

Flensburg - „Es liegt ein neues Gutachten vor, das Anlass zur Hoffnung gibt, daher bringen wir im nächsten Hauptausschuss einen Dringlichkeitsantrag zum Freibad Weiche ein“ so Timo Schwendke, Ratsmitglied CDU Fraktion. Aus diesem neuen Gutachten, das der Trägerverein bei einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen beauftragte und der CDU vorliegt, geht hervor, dass in den vergangenen drei Jahren keine Überschreitung der bakteriologischen Parameter aufgezeigt wurde, was bedeutet, dass in der Vergangenheit keine Krankheitserreger nachgewiesen wurden.
Auch die Konzentration chemischer Stoffe wurde demnach lediglich an einem Tag überschritten, was jedoch auch einer technischen Ursache geschuldet sein kann und daher noch einmal untersucht werden muss. Nach dem Gutachten ergeben sich auch aus den Untersuchungsberichten des UKSH keine Hinweise auf die Stilllegung des Bades, weil gesundheitliche Bedenken bestehen.
„Die Gesundheit der Badegäste steht auch für uns natürlich an erster Stelle, doch wenn es keine Gefahr gibt, muss es einen Weg geben, das Freibad auch in diesem Jahr wieder zu öffnen, notfalls auch eingeschränkt“ so Ralf Loell, Ratsherr der CDU aus Weiche. „Als ehemaliger Rettungsschwimmer kämpfe ich für das Freibad, da ich weiß, dass hier sehr viele Kinder das Schwimmen gelernt haben oder ihre Schwimmfähigkeit verbessert haben. In Flensburg haben nur etwa 1/3 der Kinder bis zur 4. Klasse Bronze und können somit schwimmen“ so Schwendke weiter. Zum Hintergrund: Durch die Presse wurde überörtlich am 08.02.24 berichtet, dass in Schleswig-Holstein nur jedes zweite Kind bis zum Beginn der 4. Klasse schwimmen könne, in Flensburg haben lediglich 32,9% in diesem Alter das Bronzeabzeichen. „Wir liegen weit hinter dem Landesdurchschnitt, und durch die Corona-Pandemie haben wir einen weiteren erheblichen Nachholbedarf, daher müssen wir alles daransetzen, Ausbildungsstätten zu erhalten und sie nicht wegen bürokratischer Hürden zu schließen, zumal die Zeit für die kommende Saison drängt“ fügt Ralf Loell hinzu. Karsten Sörensen, der sicherheitspolitische Sprecher der CDU ergänzt: „Schwimmen zu können ist eine Lebensversicherung, und da wir das Land zwischen den Meeren sind, gehört Schwimmen einfach dazu. Schleswig-Holstein hat seit 2019 als einziges Bundesland eine Bäderhygieneverordnung, wegen der die Schließung des Freibades Weiche droht.
Aus meiner Sicht ist das der richtige Zeitpunkt, diese Verordnung zu überdenken, um Schwimmen zu ermöglichen, denn wir brauchen mehr Wasserflächen und nicht weniger, wie auch der DLRG-Landesverband in der Berichterstattung vom 08. Februar 2024 feststellt.“ Timo Schwendke, Karsten Sörensen Ralf Loell sind sich einig, dass die Stadt das neue Gutachten eingehend prüfen und gleichzeitig Gespräche mit dem Land Schleswig-Holstein führen muss, unter welchen Bedingungen einer Öffnung des Freibades Weiche zugestimmt werden kann, um den Weiterbetrieb des Freibades Weiche zu ermöglichen. „Zur Wirksamkeit der Wasserbereitung empfiehlt der Gutachter einen Färbeversuch und eine Wasseruntersuchung; die CDU ist jederzeit bereit, die finanziellen Mittel für einen solchen Test zur Verfügung zu stellen“ schließt Timo Schwendke.

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