Anzeige
Fricke Top Slider
- Nachrichten -
Folge uns auf Instagram und Facebook
->>> Für Förde.news zahl ich freiwillig!!! <<<-

Air Defender 23: NATO's Größte Luftstreitkräfte-Übung seit Ihrer Gründung

von

Rund 70 Kampfjets aus anderen Ländern werden bis nächste Woche erwartet - Fotos: Tom-Luca Köslin

In einem beispiellosen Ereignis hat die NATO das größte Manöver ihrer Luftstreitkräfte, Air Defender 23, initiiert. Diese umfangreiche Übung zielt darauf ab, die gemeinsame Reaktionsfähigkeit der Luftstreitkräfte ihrer Mitgliedstaaten in Krisensituationen zu testen und zu verbessern. Hauptaugenmerk der Übung liegt auf der Vertiefung der Zusammenarbeit und Optimierung der Koordination zwischen den beteiligten Nationen. Das gesamte Szenario ist dabei nach dem Modell des NATO Artikel-5-Beistandsszenarios aufgebaut.

Die Geburtsstunde von Air Defender 23 liegt im Jahr 2018, als Deutschland das Konzept für die Übung vorstellte und anschließend leitete. Die Veranstaltung findet diesen Sommer statt, wobei Deutschland als logistischer Knotenpunkt und Führer der Übung fungiert. Insgesamt werden 25 Nationen, darunter die NATO, die koordinierten Aktionen ihrer Luftstreitkräfte üben.

Zu den teilnehmenden Nationen zählen Länder aus Europa und darüber hinaus, darunter Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Kroatien, Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA und das Vereinigte Königreich. Während der Übung werden Luftfahrzeuge aus diesen Ländern an mehreren Standorten in Deutschland stationiert sein.

Etwa 10.000 Soldatinnen und Soldaten werden an der Übung teilnehmen. Unter den 250 beteiligten Flugzeugen befinden sich 23 verschiedene Typen, wobei 100 dieser Flugzeuge aus 42 Bundesstaaten der USA stammen und von der U.S. Air National Guard bereitgestellt werden.

Die Hauptstandorte für die Übung sind Jagel/Hohn in Schleswig-Holstein, Wunstorf in Niedersachsen, Lechfeld in Bayern, Spangdahlem in Rheinland-Pfalz, Volkel in den Niederlanden und Čáslav in der Tschechischen Republik. Darüber hinaus finden die Übungen in drei speziell für diese Übung erweiterten und durch Korridore verbundenen Lufträumen über Deutschland statt.

Die Übungszeiten sind dabei streng geregelt. Der Ost-Übungsraum wird zwischen 10 und 14 Uhr, der Süd-Übungsraum zwischen 13 und 17 Uhr und der Nord-Übungsraum zwischen 16 und 20 Uhr für militärische Zwecke reserviert sein. Nachts und an Wochenenden werden keine Übungsflüge stattfinden.

In Bezug auf die Umweltauswirkungen des Manövers haben die Organisatoren eng mit zuständigen Behörden, Fluggesellschaften und Flughafenbetreibern zusammengearbeitet, um Störungen für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten. Diese Bemühungen beinhalten die zeitversetzte Nutzung der Luftübungsräume und eine Optimierung der Abläufe und Verfahren zur Minimierung von Auswirkungen auf den zivilen Flugverkehr.

Die neuesten Simulationsergebnisse von Eurocontrol deuten darauf hin, dass Flugausfälle unwahrscheinlich sind, es jedoch zu einigen Verzögerungen kommen kann. Die Öffentlichkeit wird aufgefordert, sich bei spezifischen Anfragen zur Beeinträchtigung des zivilen Flugverkehrs direkt an ihre Fluggesellschaften zu wenden.

Unterstütze auch du Förde.news – damit die Nachrichten weiterhin kostenlos bleiben können.

Förde.news bietet seit 2018 Jahren seriösen Lokaljournalismus kostenfrei an, finanziert durch Werbung. Wir verzichten auf ein Abomodell, um allen, auch finanziell schwächeren Personen, Zugang zu ermöglichen. Die Finanzierung allein durch Werbung reicht jedoch nicht aus, um die Kosten zu decken. Deshalb bittet Förde.news seine Leser und Leserinnen um Unterstützung durch das freiwillige Solidaritätszahlungsmodell „Förde.news - Zahl ich“, um qualitativ hochwertigen Journalismus weiterhin bieten zu können. Mehr Informationen dazu auf ->>> Für Förde.news zahl ich freiwillig!!! <<<-

Zurück