AfD-Infostand und mehrere Demos: Politisch angespannter Sonnabend in Flensburg

 |  von Aditep Soisakhu

Nach knapp drei Monaten sind sie wieder da - Archivfoto: Thomsen

Flensburg – Der Sonnabend, 11. April 2026, dürfte in der Flensburger Innenstadt zu einem politisch besonders angespannten Tag werden. Neben einem AfD-Infostand auf dem Nordermarkt sind mehrere Gegendemonstrationen, weitere Kundgebungen und Parteistände angekündigt. Die Stadt rechnet an verschiedenen Orten mit insgesamt deutlich mehr als 1000 Teilnehmern.

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Im Mittelpunkt steht am Vormittag erneut der AfD-Regionalverband Flensburg-Schleswig. Nach Angaben des Kreisverbandes soll der Infostand von 10 bis 13 Uhr auf dem Nordermarkt stattfinden. Ziel sei es, mit Passanten ins Gespräch zu kommen und Informationsmaterial zu verteilen.

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Schon am 24. Januar 2026 hatte die AfD an gleicher Stelle einen Infostand aufgebaut. Damals war die Aktion von massiven Protesten begleitet worden. Die Polizei schützte den Stand mit einem größeren Aufgebot. Im Zusammenhang mit den Vorfällen wurden nach damaligen Angaben 13 Strafanzeigen aufgenommen.

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Auch diesmal gehen die Sicherheitsbehörden von einem größeren Einsatz aus. Wie bereits vor knapp drei Monaten rechnet die Polizei nach bisherigen Einschätzungen mit Protesten und möglichen Straftaten.

Neben dem AfD-Infostand haben sich laut dem Pressesprecher der Stadt Flensburg, Clemens Teschendorf, mehrere weitere Versammlungen angekündigt. Am Willy-Brandt-Platz wird unter dem Motto „Keine Stadt den Nazis“ eine Demonstration erwartet. Dort rechnen die Veranstalter mit rund 800 Teilnehmern.

Auch Parteien wollen am Sonnabend in der Innenstadt Präsenz zeigen. In der Großen Straße haben SPD, Grüne und Linke einen gemeinsamen Infostand angekündigt. Dort werden nach derzeitigen Angaben rund 75 Teilnehmer erwartet. Der Stand soll in Sichtweite des AfD-Infostandes liegen.

Darüber hinaus haben sich nach Angaben der Stadt auch kleinere Gruppen und Initiativen angekündigt.

Am späten Sonnabendnachmittag folgen zwei weitere Demonstrationen, die nach Angaben der Stadt allerdings nicht im Zusammenhang mit dem AfD-Infostand stehen. Auf dem Südermarkt ist für 16 Uhr eine Veranstaltung unter dem Motto „Flensburg macht sich gerade – Demo gegen Gewalt an Frauen“ angemeldet. Der Veranstalter rechnet dort mit etwa 500 Teilnehmern.

Ebenfalls um 16 Uhr soll an der Hafenspitze die Versammlung „Frieden gegen Kurdistan“ stattfinden. Für diese Demonstration werden rund 150 Teilnehmer erwartet.

Damit dürfte die Flensburger Innenstadt am Sonnabend über Stunden hinweg von mehreren politischen Veranstaltungen geprägt sein. Vor allem rund um Nordermarkt, Große Straße, Willy-Brandt-Platz, Südermarkt und Hafenspitze ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen und verstärkter Polizeipräsenz zu rechnen.