A7 wird kurzzeitig voll gesperrt – Ermittlungen nach tödlichem Unfall
| von Thomsen / Foerde.news
Bollingstedt – Zwischen den Anschlussstellen Tarp (4) und Schleswig/Schuby (5) wird die Autobahn 7 am Samstag, 31. Januar 2026, in beide Fahrtrichtungen kurzzeitig voll gesperrt. Die Sperrung ist nach Angaben der Autobahn GmbH von 19.15 Uhr bis 20.00 Uhr vorgesehen.
Als Grund nennt die Autobahn GmbH Untersuchungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg. Diese erforderten eine vollständige Sperrung der Fahrbahn, da die Maßnahmen im fließenden Verkehr nicht durchgeführt werden können. Der Verkehr wird während der Sperrung über die ausgewiesenen Umleitungsstrecken U65 und U46 geführt.
Hintergrund: tödlicher Unfall im Oktober 2025
Anlass der Ermittlungen ist ein schwerer Verkehrsunfall vom 10. Oktober 2025 auf der A7 in Fahrtrichtung Norden nahe Bollingstedt, bestätigt auf Nachfrage ein Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Flensburg. Dort war es am späten Freitagabend zu zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Kollisionen gekommen. Zunächst stießen zwei Fahrzeuge mit dänischen Kennzeichen nahe einer Autobahnbrücke zusammen; ein VW Polo blieb quer auf dem rechten Fahrstreifen stehen, ein beteiligter Skoda kam auf dem Standstreifen zum Halt. Der Skoda-Fahrer wurde leicht verletzt.
Kurz darauf prallte ein Lastwagen mit Fischladung auf den querstehenden VW. Der Lkw-Fahrer gab an, er habe eine Protestaktion mit Fahnen, Transparenten und starker Beleuchtung auf der nahen Autobahnbrücke wahrgenommen, den dunklen Pkw auf der Fahrbahn jedoch übersehen. Der VW wurde durch den Aufprall rund 150 Meter mitgeschleudert; für die Fahrerin kam trotz Reanimationsversuchen jede Hilfe zu spät.
Die Fahrbahn in Richtung Norden war damals bis Mitternacht voll gesperrt, anschließend wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Feuerwehr und Einsatzkräfte waren mit Bergungs-, Reinigungs- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.
Rolle einer Protestaktion noch unklar
Parallel zu dem Unfall fand auf der betreffenden Autobahnbrücke eine Protestkundgebung gegen die Bundesregierung statt. Zeugen berichteten von starken Lichteffekten, die die Sicht der Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt haben könnten. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Demonstration ursächlich oder mitursächlich für das Unfallgeschehen war. Teilnehmende der Aktion wurden identifiziert und als Zeugen vernommen.
Ob sich aus den nun anstehenden Untersuchungen auf der A7 Hinweise auf eine mögliche Mitverantwortung ergeben, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.