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42.000 Euro für neue Medizintechnik in Flensburg

 |  von Thomsen / Foerde.news

Prof. Dr. Jan Regelsberger und Prof. Dr. med. Ulf Linstedt freuen sich über die Spende - Foto: Förderverein Flensburger Kliniken e.V

Flensburg – Förderverein Flensburger Kliniken ermöglicht am Malteser Fördeklinikum St. Katharina die Einführung eines neuen Monitorings für Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen. Die Technik soll die Behandlung gezielter und die Überwachung des Gehirns präziser machen.

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Der Förderverein Flensburger Kliniken e.V. unterstützt das Malteser Fördeklinikum St. Katharina mit 42.000 Euro für die Einführung einer weiteren innovativen Medizintechnik. Mit der Spende wird das sogenannte zerebrale Sauerstoffmonitoring finanziert, ein Verfahren, das die Behandlung von Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen verbessern soll.

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Nach Angaben des Klinikums erleidet in Deutschland alle 90 Sekunden ein Mensch ein Schädel-Hirn-Trauma, etwa durch Verkehrsunfälle, Sportunfälle oder Stürze im häuslichen Umfeld. Alle 20 Minuten handelt es sich demnach um eine schwere Verletzung. Vor diesem Hintergrund soll die neurointensivmedizinische Versorgung am Flensburger Krankenhaus nun um eine zusätzliche Messmethode erweitert werden.

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Künftig wird dort kontinuierlich der Sauerstoffpartialdruck im Gehirngewebe gemessen. Ziel ist es, kritische Veränderungen früher zu erkennen und Therapien genauer auf den Zustand des Patienten abzustimmen. Das Verfahren ergänzt bestehende Werte wie den Hirndruck und den zerebralen Perfusionsdruck und erweitert damit die Möglichkeiten der zielgerichteten Behandlung.

„In der neurointensivmedizinischen Versorgung zählt jede Information über den Zustand des Gehirns. Studien weisen darauf hin, dass sich durch die zusätzlichen Parameter Behandlungsergebnisse und Überlebenschancen deutlich verbessern können“, sagt Prof. Dr. Ulf Linstedt, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. Auch Prof. Dr. Jan Regelsberger, Chefarzt der Neurochirurgie, sieht in der neuen Technik einen Fortschritt: Die zusätzliche Messung ermögliche es, kritische Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Therapie noch gezielter zu steuern.

Möglich wird das Projekt durch den Förderverein Flensburger Kliniken. Dessen Schriftführerin Brigitte Erichsen betont, Ziel der Förderung sei es, Projekte zu unterstützen, die die medizinische Versorgung in Flensburg konkret verbesserten.

Vollständig finanziert wurde das Vorhaben als „Herzensprojekt“ von der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG). Das Unternehmen habe bereits angekündigt, sich auch künftig im Förderverein engagieren zu wollen. „Als regionales Unternehmen engagieren wir uns bewusst im Förderverein, um die medizinische Versorgung vor Ort zu unterstützen“, sagt Michael Jahn, Personalleiter und Prokurist der FFG.

Auch aus dem Klinikum kommt Zustimmung. „Die Unterstützung durch den Förderverein und seine Förderer ermöglicht es uns, innovative medizinische Verfahren schneller in die Patientenversorgung zu bringen“, erklärt Dr. Silke Hopf-Jensen, Oberärztin der Neuroradiologie und Projektleiterin des Fördervereins. Das sei eine wertvolle Ergänzung zur regulären Krankenhausfinanzierung.

Für Geschäftsführerin Kerstin Ganskopf zeigt das Projekt vor allem eines: „Die Einführung des Monitorings zeigt, wie eng medizinische Innovation, bürgerschaftliches Engagement und regionale Förderung hier in Flensburg zusammenwirken.“