- Blaulichteinsätze in Kiel -

Sexuelle Dienste: Polizei ermittelt wegen zahlreicher Betrugstaten

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Kiel - Nach Absprachen mit der vermeintlichen Frau über einen Chat sollten sie das vereinbarte Geld in einen Briefkasten eines Mehrfamilienhauses - Symbolfoto: foerde.news

Die Polizei hat bereits am Donnerstagnachmittag zwei mutmaßliche Betrüger in Mettenhof festgenommen. Die beiden Männer hatten sich im Internet für eine Frau ausgegeben und sexuelle Dienstleistungen angeboten.

Zwei Geschädigte zeigten unabhängig voneinander bei der Polizei an, dass sie auf einer einschlägigen Internetplattform auf das Angebot einer jungen Frau aufmerksam geworden seien. Nach Absprachen mit der vermeintlichen Frau über einen Chat sollten sie das vereinbarte Geld in einen Briefkasten eines Mehrfamilienhauses in der Randersstraße hinterlegen und anschließend eine Wohnung des Hauses aufsuchen. Dort öffnete allerdings eine ältere Dame die Tür, die mit dem Angebot in keiner Weise etwas zu tun hatte. Der Briefkasten wurde in der Zwischenzeit von den Tatverdächtigen geleert.

Um die Tatverdächtigen zu ermitteln, gab sich ein Beamter des 3. Reviers als Lockvogel aus und bekundete zum Schein ebenfalls Interesse an den angebotenen Dienstleistungen. So gelang Donnerstag vor besagtem Mehrfamilienhaus die vorläufige Festnahme der 18 und 19 Jahre alten Tatverdächtigen durch Polizisten des 3. Reviers und des für Betrugstaten zuständigen Kommissariats 14 der Kriminalpolizei.

Bei ihrer Vernehmung gaben die Tatverdächtigen an, dass sie auf diese Weise seit März etwa 25 Personen um jeweils durchschnittlich 150 Euro betrogen hätten. Sie kamen nach Anzeigenaufnahme und Vernehmung wieder auf freien Fuß. Die ältere Dame gab gegenüber der Polizei an, dass sie völlig entnervt vom ständigen Klingeln fremder Männer gewesen sei.

Die Kriminalpolizei sucht weitere Geschädigte, die auf diese Weise um ihr Geld betrogen wurden. Hinweise nehmen sie unter 0431 / 160 3333 entgegen.


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