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Tag der offenen Tür: Verborgene Schätze im Museumsdepot entdecken

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Kiel - Depotleiterin Katrin Seiler-Kroll (links) und Tim Haarstrick zur redaktionellen Verwendung. Quelle: LH Kiel.

Kiel -.Im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum sind Hunderte Objekte ausgestellt - und doch befindet sich in den Ausstellungsräumen nur ein Bruchteil der Schätze aus der städtischen Sammlung. Denn im Museumsdepot im Wissenschaftspark warten Tausende - genau genommen etwa 45.000 Einzelobjekte - Sammlungsstücke darauf, in wechselnden Ausstellungen gezeigt zu werden.

Am Sonntag, 23. Oktober, bietet sich Interessierten die seltene Gelegenheit, die umfangreiche Sammlung bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen. Zwischen 11 bis 16 Uhr öffnet das Schaudepot im Wissenschaftspark, Kuhnkestraße 6, seine Tore für Besucher*innen. In dem ebenerdig angelegten Depot werden auf einer Fläche von etwa 2700 Quadratmetern Kunst- und Alltagsgegenstände, Schiffsmodelle, nautische Geräte und Industriemaschinen archiviert. Ein separates Gemäldedepot mit einer so genannten Bilderzuganlage ermöglicht eine platzsparende Archivierung von Bildern.

Am Tag der offenen Tür haben Besucher*innen die Möglichkeit, an Führungen durch das Depot des Museums teilzunehmen. Dort sind unter anderem fachgerecht restaurierte industriegeschichtliche Exponate aus dem Schiffbau wie die großen Metallbearbeitungsmaschinen aus Kieler und Lübecker Betrieben zu sehen. Von besonderem Interesse sind auch die industriellen Frauenarbeitsplätze der 1950er Jahre, die mithilfe des restaurierten Maschineninventars der Kieler Lampenfabrik Plechati im Schaudepot dokumentiert werden. Das Depot umfasst außerdem die Sammlung von rund 350 hochwertigen Schiffsmodellen, die in eigens für sie angefertigten Schrankvitrinen lagern, sowie Sportboote in Originalgröße.

Eine Besonderheit des Schaudepots ist das komplett eingerichtete historische Gaardener Schreibwarengeschäft Volbehr, das Besucher*innen ins Jahr 1986 zurückversetzt. Das Geschäft wurde 1875 von Bernhard Volbehr gegründet. Bis 1986 führte das Geschäft in der Schulstraße, Ecke Augustenstraße, technischen Zeichen- und Bürobedarf, Schul- und Geschenkartikel sowie Bücher und Kleinlederwaren. Die Ladeneinrichtung und das gesamte Warensortiment wurden im Schaudepot originalgetreu wieder aufgebaut.

Die Führungen des Stadt- und Schifffahrtsmuseums durch das Depot finden um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr statt. Die Zahl der Teilnehmenden ist jeweils auf maximal 25 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Unter dem Motto "Sachen, Sachen, Sachen - das Schaudepot für Groß und Klein!" gibt es um 12 Uhr und 14 Uhr einen geführten Rundgang für Familien mit Kindern von 6 bis 10 Jahren mit der Kunsthistorikerin Dr. Birte Gaethke. Dabei erfahren die großen und kleinen Besucher*innen Wissenswertes zum Thema Sammeln. Gezeigt werden Dinge, die man sonst nicht sehen kann. Zum Abschluss dürfen die Kinder selbst rätseln. Um Anmeldungen für die Kinderführung unter der Telefonnummer (0431) 901-3425 wird gebeten. Pro Führung können maximal zehn Kinder teilnehmen, die von einer erwachsenen Person begleitet werden müssen.

Der Eintritt für alle Depotveranstaltungen ist frei.


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