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"Freedom Day" am 1. Februar: Dänemark hebt alle Corona-Einschränkungen auf

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Flensburg - Alle Maßnahmen werden ab dem 1. Februar aufgehoben. Mette Frederiksen bei der Impfung - Symbolfoto: DK Statsministeriet

Kopenhagen / Flensburg - Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet, dass unser nördlicher Nachbar Dänemark vor einem Kurswechsel in der Corona-Bewältigung steht. Nach und nach sickerte durch, dass die Regierung die geltenden Restriktionen mit dem Monatswechsel abschaffen will.


In einer Pressekonferenz verkündet Staatsministerin Mette Frederiksen zur Stunde die neue Sichtweise auf Covid-19. Demnach sehen sowohl die Regierung als auch die Epidemiekommission das Corona-Virus nicht mehr als gesellschaftsbedrohende Erkrankung an. Dies resultiert zum einen aus der hohen Impfquote im Königreich, wo über 81 Prozent der Bevölkerung mindestens zwei Mal geimpft sind - zum anderen aus der relativ hohen Infektionsquote von über 25 Prozent der Bevölkerung. Man gehe davon aus, so die Staatsministerin, dass man die Herdenimmunität nahezu erreicht habe. Daher werden die Restriktionen als nicht mehr notwendig angesehen.


Zudem fürchtet man trotz einer Inzidenz von 5000 im Land keinen großen Anstieg der Covid-Patienten in Krankenhäusern. Dort werden aktuell 938 Patienten behandelt, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde - davon 40 auf einer Intensivstation, wovon 25 beatmet werden müssen. Wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke erklärte, habe sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen durch die milder verlaufende Omikron-Variante „komplett von den Infektionszahlen entkoppelt“.


In Dänemark ist es bereits der zweite „Freedom-Day“ für die rund 5,7 Millionen Einwohner. Bereits im September hatte die Regierung einmal alle Maßnahmen aufgehoben, musste aber zwei Monate später wegen stark steigender Infektionszahlen, damals noch mit der Delta-Variante, neue Restriktionen einführen.


Zuletzt galt im Königreich ein strengerer Lockdown als in Deutschland: Versammlungshäuser, Schwimmbäder und Indoor-Spielplätze waren seit Dezember geschlossen, für Veranstaltungen in Innenräumen galt eine Obergrenze von 500 Personen und in Geschäften, Restaurants und im öffentlichen Nahverkehr galt eine Maskenpflicht. Zudem durften Restaurants ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr ausschenken und mussten spätestens um 23 Uhr schließen. Diskotheken und Nachtclubs waren geschlossen.
Mit der Aufhebung der Einstufung von Corona als „gesellschaftskritische Erkrankung“ fallen alle Restriktionen weg - inklusive der Maskenpflicht.


Lediglich bei der Einreise nach Dänemark hält die Regierung weiter an strengen Regeln fest: Wer nicht geimpft oder genesen ist, wobei die Infektion maximal sechs Monate zurückliegen darf, muss sich nach der Einreise testen lassen. Zudem gilt für Einreisende aus von Dänemark als Risikogebiet eingestuften Ländern eine Quarantänepflicht nach der Einreise. Derzeit wird jedoch kein EU-Land als Risikogebiet angesehen.


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