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Zwei Küchenbrände kurz hintereinander beschäftigen Flensburger Feuerwehr
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Gleich zu zwei Brandeinsätzen ist die Berufsfeuerwehr am frühen Abend ausgerückt. Zunächst brannten gegen 17.30 Uhr Gegenstände auf einer Herdplatte in einer Wohnung am Habichthof. Noch während der abschließenden Arbeiten dort folgte die Alarmierung zu einem Zimmerbrand in der Waitzstraße. Beide Wohnungen blieben bewohnbar.
„Wir sind in den frühen Abendstunden gegen 17.40 Uhr in die Straße Habichthof alarmiert worden“, sagte Finn Döhring, diensthabender Zugführer der Berufsfeuerwehr. Gemeldet wurde eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung sowie ein ausgelöster Rauchwarnmelder. Bereits auf der Anfahrt habe sich die Lage bestätigt.
Vor Ort waren nach Angaben Döhrings mehrere Ersthelfer sowie ein Kollege der Berufsfeuerwehr bereits tätig geworden. Sie hatten erste Maßnahmen zur Menschenrettung und Erkundung eingeleitet. Beim Eintreffen der Feuerwehr war leichter Rauch aus einem geöffneten Fenster der betroffenen Wohnung zu sehen. Die Bewohnerin war zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort.
Da die Lage zunächst unklar gewesen sei, habe sich die Feuerwehr dazu entschieden, die Wohnung mit einem Trupp unter Atemschutz über ein Fenster zu betreten. Die Einsatzkräfte konnten die Brandstelle durch das bereits geöffnete Fenster einsehen. Da von dort augenscheinlich keine weitere unmittelbare Gefahr ausging, entschied sich die Feuerwehr nach Angaben Döhrings bewusst für diesen Zugang, um einen größeren Schaden an der Wohnung zu vermeiden.
„Wir haben versucht, so schadfrei wie möglich zu arbeiten“, sagte Döhring. Beim Einstieg durch das Fenster seien lediglich einige Blumentöpfe zu Bruch gegangen.
In der Wohnung brannten kleinere Gegenstände und Unrat sowie Küchengeschirr auf einer Herdplatte. Die Einsatzkräfte entfernten das Brandgut aus der Wohnung und belüfteten anschließend die Räume. Dadurch sei kein größerer Schaden entstanden.
Um eine weitere Rauchausbreitung zu verhindern, setzte die Feuerwehr zudem einen Rauchvorhang und einen Lüfter im Treppenraum ein. Die übrigen Bewohner hatten das Gebäude mit Unterstützung von Ersthelfern bereits selbstständig verlassen.
Baustelle behinderte Anfahrt nicht
Die derzeitige Baustellensituation an der Harrisleer Straße stellte für die Feuerwehr nach Angaben des Zugführers kein Hindernis dar. „Die Baustelle hat uns selber in der Anfahrt nicht behindert“, sagte Döhring. Die Einsatzkräfte seien nicht durch die Stadt, sondern über die B200 und anschließend über den oberen Bereich der Harrisleer Straße angefahren.
Auch die Zufahrt zum Habichthof sei problemlos möglich gewesen. Bewohner hätten zum Teil ihre Fahrzeuge weggefahren und damit zusätzlichen Platz für die Einsatzfahrzeuge geschaffen. Dadurch habe die Feuerwehr einen freien Anfahrtsweg gehabt. Zudem sei die Feuerwehr durch entsprechende Pläne darüber informiert, welche Bereiche angefahren werden könnten. „Das hat in diesem Einsatzfall sehr gut funktioniert“, sagte Döhring.
Noch während der abschließenden Maßnahmen am Habichthof wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Einsatz alarmiert. In der Waitzstraße war ein Zimmerbrand gemeldet und bestätigt worden. Einige Fahrzeuge waren zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem ersten Einsatz entlassen worden und konnten deshalb kurz nach der Alarmierung an der neuen Einsatzstelle eintreffen.
„Hier hat sich die Situation so dargestellt, dass ebenfalls Mobiliar und Küchengegenstände auf einer Herdplatte gebrannt haben“, berichtete Döhring. Das Feuer sei vermutlich versehentlich durch ein Kleinkind ausgelöst worden.
Die Bewohnerin habe schnell reagiert und den Brand mit eigenen Maßnahmen unter Kontrolle bringen können. „Wir haben letztendlich nur kleinere Nachlöscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen im Haus durchgeführt“, sagte der Zugführer.
Größere Schäden entstanden auch bei diesem Einsatz nicht. Beide betroffenen Wohnungen blieben bewohnbar. Nach Angaben Döhrings hätten sowohl Ersthelfer als auch Betroffene frühzeitig die richtigen Maßnahmen eingeleitet.
