Zimmer in Wohneinrichtung ausgebrannt

 |  von Nico Hessel

Die Bewohnerin soll nach ersten Erkenntnissen, den Brand selbst gelegt zu haben - Fotos: Nico Hessel

Schleswig –

Zuerst schlug die Brandmeldeanlage Alarm, doch wenige Augenblicke später loderten schon die Flammen aus dem Zimmer der Wohneinrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen im Hesterberg. Daraufhin wurde die Alarmstufe für Feuerwehr und Rettungsdienst erhöht.
Neben dem Löschzug Friedrichsberg rückten auch die Freiwillige Feuerwehr Busdorf sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzt aus. Zunächst war nicht klar, ob sich noch Menschen in dem vom Brand betroffenen Gebäude aufhalten.
Doch die Pflegekräfte reagierten nach der Entdeckung des Feuers gegen 20.30 Uhr geistesgegenwärtig „Bei unserem Eintreffen wenige Minuten nach dem Alarm war das Gebäude bereits vollständig geräumt“, zeigte sich Schleswigs Wehrführer Sönke Schloßmacher erleichtert.
Sofort nahmen zwei Trupps der Feuerwehr unter Atemschutz die Löscharbeiten in dem brennenden Zimmer auf. Währenddessen wurden die Bewohner in einem Nebengebäude untergebracht und dort betreut.
Glücklicherweise wurde bei dem Brand in der Wohneinrichtung niemand verletzt. Doch hinsichtlich der Brandursache gibt es einen schlimmen Vermutung. „Die Bewohnerin des Zimmers steht in Verdacht, den Brand selbst gelegt zu haben“, sagte Schloßmacher. Sie wurde zunächst vom Rettungsdienst versorgt, noch vor Ort von der Polizei vorläufig festgenommen und zur weiteren Befragung auf das Polizeirevier gebracht.
Den Brand in dem Zimmer konnte die Feuerwehr schnell löschen. Anschließend wurde das Gebäude belüftet und die übrigen Bewohner in ihre Räume zurückkehren.
Für Herausforderungen sorgte bei dem Einsatz die schmale Zufahrt zu dem Brandobjekt. Daher konnten nicht alle Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst direkt zu der Wohneinrichtung fahren, sondern mussten an einem Bereitstellungsraum in der Flensburger Straße warten.
Nach rund einer Stunde konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache und der Schadenshöhe werden durch die Polizei übernommen.
 

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