Wohnungsbrand in Flensburg: Mutter und vier Kinder retten sich selbst – sechs weitere Personen über Drehleiter evakuiert
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Flensburg –Ein Wohnungsbrand in einem mehrgeschossigen Wohnhaus in Flensburg hat am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Wie Einsatzleiter Andre Beyer von der Berufsfeuerwehr Flensburg mitteilte, war das Feuer, gegen 15:50 Uhr, im Erdgeschoss eines viergeschossigen Gebäudes ausgebrochen. Mehrere Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in dem Haus.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten sich fünf Personen – eine Mutter und ihre vier Kinder – bereits eigenständig aus der Brandwohnung ins Freie gerettet. Sie wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das gegenüber befindliche Diako Krankenhaus eingeliefert.
„Bei unserer Ankunft war der Treppenraum stark verraucht“, berichtete Beyer. Eine der ersten Maßnahmen sei daher die Belüftung des Gebäudes gewesen. Dennoch sei in den oberen Stockwerken leichter Brandgeruch wahrnehmbar gewesen. Mehrere Bewohner, darunter auch Kinder, hätten sich an Fenstern bemerkbar gemacht. Aus Sicherheitsgründen habe man sich dazu entschieden, insgesamt sechs Personen – darunter mindestens vier Kinder – über eine Drehleiter aus dem Gebäude zu retten. Eine akute Lebensgefahr habe jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden.
Das Feuer selbst war in der Küche der Erdgeschosswohnung ausgebrochen und konnte von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Im Anschluss wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt. Die verbrannte Kücheneinrichtung wurde in den Hinterhof verbracht und dort endgültig abgelöscht.
„Alle Wohnungen wurden kontrolliert“, so Beyer weiter. Ob die betroffene Wohnung weiterhin bewohnbar ist, sei derzeit noch unklar. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung sei jedoch davon auszugehen, dass die Wohnung zumindest vorübergehend unbewohnbar bleibt.
Die Knuthstraße wurde während des Einsatzes vollständig gesperrt. Zudem wurden die Einsatzkräfte gemäß Hygienekonzept vor Ort neu eingekleidet und ausgestattet. Neben der Berufsfeuerwehr war auch der Rettungsdienst Flensburg,[nbsp] sowie die Freiwillige Feuerwehr Innenstadt im Einsatz. Der Einsatz dauerte rund 1,5 Stunden an. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.