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Vordach stürzt in Westerland ein – keine Verletzten, Läden betroffen
| von Thomsen / Foerde.news
Sylt – Beim Einsturz eines Beton-Vordachs an einem Wohn- und Geschäftshaus in Westerland ist am Montagabend niemand verletzt worden. Betroffen sind jedoch mehrere Geschäfte im Erdgeschoss, die infolge der Schäden zunächst geschlossen bleiben müssen.
Nach Angaben der Leitstelle ging die Meldung über den Vorfall gegen 18.33 Uhr ein. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt rückten daraufhin zu dem Gebäude an der Dr.-Nicolas-Straße/Ecke Strandstraße aus. Das rund 40 Meter lange Vordach, das sich an einem Mehrfamilienhaus direkt gegenüber der Sylter Welle befand, war eingestürzt und in mehrere Teile zerbrochen.
Um auszuschließen, dass sich Menschen unter den Trümmern befanden, setzte die Feuerwehr auch Wärmebildkameras ein. Hinweise auf Verletzte gab es nicht.
Durch den Einsturz wurden nach Beobachtungen vor Ort mehrere im Erdgeschoss gelegene Geschäfte teils erheblich beschädigt. Sie können deshalb vorerst nicht wieder öffnen.
Für die Bewohner des Hauses besteht nach einer ersten Einschätzung eines hinzugezogenen Statikers derzeit keine Gefahr. Eine Räumung des Gebäudes war nach Angaben der Leitstelle nicht notwendig. Wer sich dennoch unsicher fühlte, konnte vorübergehend im Hotel Roth untergebracht werden. Zusätzlich wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen.
Nach Informationen der Redaktion waren Fassade und Balkone des Hauses erst vor rund einem Jahr saniert worden. Die Ursache des Einsturzes ist nun Gegenstand weiterer Untersuchungen. Nach ersten Einschätzungen vor Ort könnte Regenwasser eingedrungen sein, weil die Verbindung des Vordachs zur Fassade nicht mehr dicht gewesen sein soll. In der Folge könnte die Holzverschalung aufgeweicht worden sein. Zudem soll ein Schaden an der Befestigung bereits bekannt gewesen sein.
Wie es letztlich zu dem Einsturz kam, wird nun weiter geprüft.