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Unwetter über Norddeutschland – 112 wetterbedingte Einsätze in der Nacht

 |  von Thomsen / Foerde.news

Verletzt wurde bei dem Unwetter niemand - Fotos: Matz-Ole Paasch

Schleswig-Flensburg – Ein heftiges Gewitter hat in der Nacht in Teilen des nördlichen Schleswig-Holsteins für zahlreiche Einsätze gesorgt. Betroffen waren nach den vorliegenden Warnmeldungen unter anderem Nordfriesland, der Kreis Schleswig-Flensburg sowie Flensburg. Nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle wurden zwischen 0.45 Uhr und etwa 8 Uhr rund 112 wetterbedingte Einsätze gezählt. Verletzt wurde demnach niemand.

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Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits in der Nacht vor starkem Gewitter gewarnt. Für Nordfriesland galt zunächst eine amtliche Warnung von 2.45 Uhr bis 5 Uhr, später wurde sie für den Zeitraum von 5 Uhr bis 6 Uhr aktualisiert. Für den Kreis Schleswig-Flensburg lag eine Warnung von 3.30 Uhr bis 5 Uhr vor. Gewarnt wurde vor Sturmböen, Starkregen und teils auch Hagel. Nach den vorliegenden Informationen zog das Gewitter gegen 3 Uhr auf und traf damit weitgehend so ein, wie es zuvor angekündigt worden war.

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Mit dem Unwetter nahm auch der Wind deutlich zu. Dabei wurden Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern gemessen. In der Folge stürzten in der Region zahlreiche Bäume um. Ein Großteil der Einsätze betraf damit typische wetterbedingte Schadenslagen, etwa Bäume auf Straßen. Die Leitstelle bezifferte das Einsatzaufkommen für die Zeit von 0.45 Uhr bis etwa 8 Uhr auf insgesamt rund 112 Einsätze.

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Auswirkungen hatte das Unwetter auch auf das Volume X Festival in Kragelund, das vom 19. bis 21. Juni 2026 stattfinden sollte. Nach Angaben aus der Leitstelle wurde das Festival in der Nacht wetterbedingt geräumt. Die verbliebenen Gäste wurden gebeten, sich in ihren Autos in Sicherheit zu bringen. Sofern in den Fahrzeugen noch Platz war, sollten die Warnblinker eingeschaltet werden, damit auch Personen ohne eigenes Auto Schutz finden konnten. Im Zusammenhang mit der Lage gab es zudem einen größeren Kräfteansatz der DRK-Bereitschaft.

Wie viele Menschen sich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich noch auf dem Gelände befanden, konnte der Sprecher nicht verlässlich sagen. Im Gespräch war von rund 3000 Menschen die Rede. Zugleich blieb offen, wie viele davon zum Zeitpunkt der wetterbedingten Räumung noch vor Ort waren.

Nach bisherigem Stand wurden im Zusammenhang mit dem Unwetter keine Verletzten gemeldet.