Unfall in Klein Rheide: Insassen nach Kollision verschwunden
| von Nico Hessel
Klein Rheide – Ein Unfall hat am Montagnachmittag eine große Suchaktion von Polizei und Feuerwehr in Klein Rheide ausgelöst. Die Insassen waren geflüchtet, nachdem ihr Auto beim Abbiegen verunfallt war.
Mit einer Drohne und mehreren Streifenwagen haben Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei am Montagnachmittag nach einem Unfall nach zwei Insassen eines Autos gesucht, die zu Fuß von der Unfallstelle geflüchtet waren.
Wie die ersten Ermittlungen ergaben, war das Fahrzeug gegen 14 Uhr auf der Landesstraße 39 aus Richtung Groß Rheide gekommen. Beim Versuch, in die Obere Dorfstraße in Klein Rheide abzubiegen, verfehlte das Fahrzeug vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit aber den Straßenverlauf.
Der Ford Fiesta kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr mehrere Findlinge und landete schließlich auf einem Strom-Verteilerkasten.
Zeugen, die den verunfallten Wagen entdeckt hatten, alarmierten Polizei und Rettungsdienst.
Als die Einsatzkräfte dann an dem verunfallten Wagen eintrafen, fehlte von den Insassen aber jede Spur. Nach Angaben von Zeugen soll es sich dabei um zwei junge Männer gehandelt haben, die sich nach dem Unfall zu Fuß entfernt haben.
Da diese trotz einer Fahndung durch die Polizei im Nahbereich nicht angetroffen werden konnten, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kropp zur Absuche des Gebietes aus der Luft mit einer Drohne alarmiert. Zudem rückte die Freiwillige Feuerwehr Klein Rheide zur Absicherung des Unfallortes aus.
Bei einem Flug über das Gelände meldeten die Einsatzkräfte mit Hilfe der Wärmebildkamera gleich zwei Mal verdächtige Personen. Diese Sichtungen entpuppten sich aber als „falscher Alarm“. Es handelte sich dabei nicht um die Insassen des Autos.
An der Unfallstelle im Einsatz waren auch Techniker des Stromnetzbetreibers. Durch die Beschädigung des Schaltkastens war ein Wohnhaus zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Dieser Schaden konnte aber schnell wieder behoben werden. Ebenfalls zerstört wurde allerdings der elektrische Anschluss des Abwasser-Pumpwerkes. Den Schaden an der Anlage schätzten die Techniker auf mehr als 30.000 Euro.
Die Polizei hatte zunächst keine genauen Erkenntnisse über die Identität der geflüchteten Autoinsassen. Sie konnte lediglich ausschließen, dass die Halterin des Fahrzeugs am Steuer gesessen hatte.
Das total beschädigte Fahrzeug wurde mit einem Teleskoplader von dem Stromkasten gehoben und abgestellt.
Die ausgelösten Airbags aus dem Ford wurden von den Beamten für weitere Untersuchungen sichergestellt.
Bis zum späten Nachmittag verlief die weitere Suche nach den beiden flüchtigen Männern ohne Erfolg. Daher wurden die Suchmaßnahmen gegen 16 Uhr vorerst eingestellt.
