Schwerer Verkehrsunfall auf der B199: Vorfahrt missachtet – Vater und Kleinkind verletzt
| von Thomsen / Foerde.news
Flensburg – Am Sonntagvormittag ereignete sich auf der B199, auch bekannt als Osttangente, ein schwerer Verkehrsunfall. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei führte die Missachtung von Verkehrszeichen durch eine Autofahrerin zu einer heftigen Kollision, bei der ein Vater und sein Kleinkind verletzt wurden.
Gegen 11:30 Uhr war ein Mann mit seinem Opel Grandland aus Richtung B200 kommend auf der B199 in Fahrtrichtung Glücksburg unterwegs. Zeitgleich befuhr eine Frau mit ihrem Audi A4 Kombi die Eckernförder Landstraße aus Richtung Satrup und wollte die Osttangente überqueren. Trotz blinkender Gelblichtphase der Ampel und gut sichtbarem Stoppschild fuhr sie ungebremst in den Kreuzungsbereich. Der Opelfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit erheblicher Wucht in die Seite des Audis.
Der Aufprall war so stark, dass sich der Audi um die eigene Achse drehte und schließlich auf der Osttangente zum Stehen kam.
Glück im Unglück: Zwei Ersthelfer – ein Feuerwehrmann, der privat unterwegs war, der Flensburger Berufsfeuerwehr sowie eine Krankenschwester des Diako-Krankenhauses – waren zufällig in der Nähe und leisteten umgehend Erste Hilfe. Sie setzten den Notruf ab und versorgten die Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.
Florian Jöns, Zugführer der Berufsfeuerwehr Flensburg, bestätigte den Einsatz: „Wir wurden mit der Erstmeldung alarmiert, dass sich möglicherweise mehrere Personen in den Fahrzeugen befinden.“ Auch die Freiwillige Feuerwehr Engelsby wurde zunächst zur Unterstützung gerufen. „Glücklicherweise stellte sich vor Ort heraus, dass niemand eingeklemmt war, sodass die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort nicht unterstützen mussten“, so Jöns weiter.
Zur Absicherung der Unfallstelle wurde die Osttangente in beiden Fahrtrichtungen durch ein Löschfahrzeug vollständig gesperrt, ebenso die Eckernförder Landstraße mithilfe einer Drehleiter. Infolge der Maßnahmen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ein Autofahrer ignorierte die Absperrung und zwängte sich zwischen das Einsatzfahrzeug und die Leitplanke hindurch, um in Richtung Innenstadt weiterzufahren. Ein anderer Verkehrsteilnehmer zeigte sich zwar unzufrieden mit der Sperrung und äußerte lautstark seinen Unmut, fügte sich jedoch letztlich in die Situation und wartete geduldig.

Der Fahrer des BMW zwang sich zwischen Feuerwehrfahrzeug und Leitplanke durch um seine Fahrt fortzusetzen
Nach der medizinischen Erstversorgung wurden der Vater und sein Kleinkind zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Fahrerin des Audi zeigte sich vor Ort wenig einsichtig und verweigerte eine weitere Untersuchung.
Rund 30 Minuten nach dem Unfall konnte der Verkehr, von der Ostangente kommend, stadteinwärts über die Eckernförder Landstraße und von Satrup über die B199 in Richtung Glücksburg umgeleitet werden. Erst nachdem beide nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge abgeschleppt waren, wurden alle Fahrspuren wieder freigegeben.
Im Einsatz waren mehrere Rettungswagen, der Löschzug der Berufsfeuerwehr Flensburg ein Notarzt sowie die Polizei. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.