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Schwerer Unfall zwischen Brodersby und Ulsnis: Zwei Männer sterben

 |  von Matz-Ole Paasch

Sowohl der 45-jährige Motorradfahrer wie auch der 57-jähirge Fahrradfahrer starben noch an der Unfallstelle - Fotos: Matz-Ole Paasch

Ulsnis – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Schleidörfer Straße zwischen Brodersby und Ulsnis sind am Montagnachmittag zwei Männer ums Leben gekommen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden war ein Motorradfahrer auf dem gleichen Streckenabschnitt von der Fahrbahn abgekommen.

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Der zweite und wesentlich schwerere Unfall ereignete sich gegen 16.30 Uhr auf der Schleidörfer Straße (K119) zwischen Brodersby-Goltoft und Ulsnis. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war ein Motorradfahrer in Fahrtrichtung Ulsnis unterwegs. Vor einer leichten Kurve und noch vor Beginn der dort angebrachten Leitplanke kam die Maschine aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet auf den neben der Straße verlaufenden Fuß- und Radweg.

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Dort erfasste das Motorrad einen Fahrradfahrer mit voller Wucht, der als Teil einer Gruppe auf Radweg unterwegs war unterwegs war.
Sofort nach dem Notruf eilte ein Großaufgebot an Rettungskräften zur Unfallstelle, darunter zahlreiche Rettungswagen, Notärzte sowie der Rettungshubschrauber Christoph 42. Ersthelfer sowie Freunde und Angehörige aus der Radgruppe leiteten umgehend eine Reanimation bei den Opfern ein.

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Obwohl die eintreffenden Rettungskräfte die Wiederbelebungsmaßnahmen sofort fortführten, mussten diese aufgrund der Schwere der Verletzungen kurz darauf eingestellt werden – sowohl der 45 Jahre alte Fahrer des Motorrades als auch der 57-jährige Fahrradfahrer verstarben noch an der Unfallstelle.


Der Einsatz forderte auch den Rettungskräften alles ab: Drei Feuerwehrleute erlitten aufgrund der extremen psychischen Belastung und der Wärme Kreislaufprobleme und mussten von ihren eigenen Kollegen betreut werden. Insgesamt listete der Rettungsdienst zwölf betroffene Personen auf. Neben den beiden Verstorbenen mussten zehn Augenzeugen, Angehörige und Ersthelfer psychologisch betreut werden. Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) rückte mit mehreren Teams an.


Um die Betroffenen vor der extremen Hitze und den Blicken Neugieriger zu schützen, wurden vier Personen in den klimatisierten Rettungsfahrzeugen untergebracht. Später wurden Einsatzkräfte und Angehörige zur weiteren Betreuung in das Gemeindehaus nach Brodersby gefahren.


Zur genauen Klärung der Unfallursache wurde auf Anordnung der Behörden ein Sachverständiger hinzugezogen, der unter anderem eine Drohne zur Vermessung der Unfallstelle einsetzte.
Die K119 musste für die Dauer der Rettungs- und Ermittlungsarbeiten in beide Richtungen voll gesperrt werden. Die Feuerwehren aus Ulsnis und Brodersby-Goltoft übernahmen die weiträumige Verkehrsableitung, während die Straßenmeisterei angefordert wurde, um die Absperrung bis zum Abschluss der Unfallaufnahem aufrechtzuerhalten.


Besonders tragisch: Erst am Mittag desselben Tages hatte sich nur rund einen Kilometer entfernt am Ortseingang von Goltoft ein schwerer Motorradunfall ereignet. Ein 61-jähriger Harley-Davidson-Fahrer war dort in einer Linkskurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er musste mit schweren Beinverletzungen ins Schleswiger Klinikum eingeliefert werden.