Qualmende Powerbank löst Feuerwehreinsatz in Schuby aus
| von Nico Hessel
Schuby – Zu einer gemeldeten Rauchentwicklung mussten die Freiwillige Feuerwehr Schuby und ein Rettungswagen am Sonntagabend in die Bahnhofstraße ausrücken. Der Einsatzort im Pastorat war genau so ungewöhnlich wie die Umstände, die zur Alarmierung der Feuerwehr geführt hatten.
Die Bewohner, eine fünfköpfige Familie mit zwei Kindern, hatte gegen 19.50 Uhr den Notruf gewählt, nachdem sie eine Rauchentwicklung in der Küche festgestellt hatten. Nach Angaben der Feuerwehr war die Familie erst kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt.
Die Kinder hatten sollen im Urlaub eine magnetische Powerbank erworben und diese in der Küche abgelegt haben. Als die Familie sich eine Pizza backen wollte, nahm das Unheil seinen Lauf: Beim Herausnehmen des Backblechs haftete sich die Powerbank unbemerkt durch ihre magnetische Rückseite unten an das Blech. Nichtsahnend wurde das Blech mitsamt dem Akku zurück in den heißen Ofen geschoben.
Doch statt dem Geruch von knusprigem Teig und geschmolzenem Käse füllte der Gestank von brennendem Plastik die Wohnung. Die Geruchsentwicklung war so intensiv, dass diese selbst in der Straße deutlich wahrnehmbar war. Nach ihrem Eintreffen ging die Feuerwehr unter Atemschutz mit einem CO2-Löscher vor, um den qualmenden Akku zu löschen.
Besonders einfallsreich zeigten sich die Einsatzkräfte bei der Nachbereitung: Um die Powerbank sicher zu kühlen, wurde sie in einer Aluwanne ins Freie befördert. Da dort eine konstante Kühlung nötig war, zweckentfremdeten die Kameraden kurzerhand zwei Gießkannen vom angrenzenden Friedhof, um die Wanne zu fluten und den Akku endgültig unschädlich zu machen.
Die fünf Familienmitglieder, darunter drei Kinder, wurden vor Ort vom Rettungsdienst gesichtet. Glücklicherweise musste niemand ins Krankenhaus transportiert werden. Nach einer gründlichen Belüftung der Räumlichkeiten konnte die Feuerwehr wieder abrücken. Während des Einsatzes war die Bahnhofstraße im Bereich der Kirche voll gesperrt.