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Nach Explosion in Kropp: GEWOBA hilft schnell – Tote Person noch nicht identifiziert

 |  von Thomsen / Foerde.news

Nach der Explosion sind noh viele offene Fragen

Kropp – Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus im Birkenweg in Kropp am Dienstagmorgen, 16. Juni 2026, dauern die Ermittlungen zur Ursache weiter an. Bei dem Unglück kam ein Mensch ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und weitere Helfer waren mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort.

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Explosion und Brand am frühen Morgen


Gegen 6.45 Uhr gingen bei Polizei und Rettungsdienst mehrere Notrufe ein. Anwohner berichteten von einer Explosion und einem Brand. Nach ersten Erkenntnissen ereignete sich die Explosion in einer mittleren Erdgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stand die betroffene Wohnung nach offiziellen Angaben bereits in Vollbrand.

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In dem Gebäude sind nach Polizeiangaben 29 Bewohner gemeldet. Alle übrigen Bewohner des Hauses konnten ihre Wohnungen verlassen, wurden gerettet oder befanden sich im Urlaub.

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Die Druckwelle der Explosion richtete erhebliche Schäden an. Mehrere Fenster und Türen des Mehrfamilienhauses sowie auch umliegender Häuser sprangen teilweise aus den Rahmen.

Tote Person gefunden

Im Verlauf des Einsatzes entdeckten Kräfte in der brandbetroffenen Wohnung eine tote Person. Die Identität konnte bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt werden. Nach derzeitigem Stand wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um den 77-jährigen Wohnungsnehmer handelt.

Pressesprecherin Katharina Petersen von der Polizeidirektion Flensburg teilte am Donnerstag auf telefonische Nachfrage mit, dass die Identifizierung der toten Person „mit letzter Sicherheit noch nicht gesagt werden“ könne. Die DNA-Ergebnisse stünden noch aus.

Wohnung abgestützt, Ermittler vor Ort

Der Brand in der betroffenen Wohnung konnte gelöscht werden. Wegen Einsturzgefahr konnte der Bereich zunächst jedoch nicht betreten werden. Noch am Dienstag wurde die betroffene Wohnung durch den THW-Ortsverband Schleswig mit Holzkonstruktionen abgestützt. Damit sollte zum einen ein Begehen der Wohnung ermöglicht, zum anderen aber auch das gesamte Haus gesichert werden.

Beamte der Kriminalpolizei sowie weitere Sachverständige sollen den Ereignisort weiter untersuchen, sobald dies aufgrund der Gebäudestatik gefahrlos möglich ist. Der Einsatzort blieb großflächig abgesperrt.

Gasgemisch als mögliche Ursache

Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte es in der betroffenen Erdgeschosswohnung zu einer Umsetzung eines Gasgemisches gekommen sein. In der Wohnung wurde mindestens eine Gasflasche aufgefunden. Ob dieser Umstand tatsächlich im Zusammenhang mit der Explosion steht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.


Katharina Petersen erklärte am Donnerstag weiter, dass bereits am Mittwoch Ermittler des Landeskriminalamtes vor Ort gewesen seien. Unterstützt worden seien sie dabei von einem Brandmittelspürhund, um die genaue Ursache der Explosion zu ermitteln. Nach ihren Angaben soll dieser erneut eingesetzt werden.

Zur Ursache der Explosion können weiterhin keine abschließenden Angaben gemacht werden. Nach jetzigem Stand kann weder ein Unglücksfall noch ein vorsätzlich herbeigeführtes Geschehen ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt und dürften noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

GEWOBA organisiert Unterbringung

Auch die GEWOBA Nord, zu deren Bestand das Wohngebäude im Birkenweg 3 gehört, äußerte sich zu dem Vorfall. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, die Ereignisse in den frühen Morgenstunden hätten es „zutiefst“ erschüttert. Das Mitgefühl gelte den Angehörigen, Freunden und allen Menschen, die dem Verstorbenen nahestanden. Den verletzten Bewohnerinnen und Bewohnern wünsche man eine schnelle und vollständige Genesung.

Zugleich dankte die GEWOBA Nord den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz unter schwierigsten Bedingungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens seien vor Ort und stünden in engem Austausch mit Einsatzkräften und Behörden.

Wie Pressesprecherin Nathalie Osterweil am Donnerstag auf telefonische Nachfrage mitteilte, sind derzeit noch 20 Personen im Hotel Wikinger untergebracht. Weitere acht Betroffene seien bei Angehörigen untergekommen. Die GEWOBA Nord sei derzeit dabei, Wohnraum und Ausweichquartiere zu finden. Besichtigungen stünden demnächst an. Konkrete Umzüge gebe es bislang aber noch nicht.

Schnelle Hilfe, langfristige Lösung gesucht

Nach Angaben der Sprecherin geht die GEWOBA Nord bei den Hotelkosten zunächst in Vorleistung. Die finanzielle Klärung solle im Nachgang mit den Versicherungen erfolgen. Ziel sei es, schnell und unbürokratisch zu helfen. Niemand solle ohne Unterkunft bleiben. Zugleich werde an einer langfristigen Lösung für die Betroffenen gearbeitet.

Noch offen ist nach Angaben der GEWOBA, welche Möglichkeiten sich für das Gebäude und einzelne Wohnungen überhaupt ergeben. Dazu müssten zunächst weitere Untersuchungen unter anderem durch Architekten und Statiker abgewartet werden. Ob einzelne Bewohner später in Wohnungen des Hauses zurückkehren können, ist demnach derzeit noch unklar.

Auch geplante Zwangsräumung rückt in den Fokus

Zudem wurde bekannt, dass am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr eine Zwangsräumung der betroffenen Wohnung hätte stattfinden sollen. Ob und in welchem Zusammenhang dieser Umstand mit dem Geschehen steht, ist bislang offen.

Die GEWOBA Nord erklärte, man werde sich zu den Ursachen derzeit nicht weiter äußern und Spekulationen nicht kommentieren. Auch die Polizei verweist auf die laufenden Ermittlungen. Damit bleibt vorerst offen, was die Explosion in dem Mehrfamilienhaus ausgelöst hat.