Mutmaßlicher Drogendeal endet in Schlägerei in Weiche

 |  von Thomsen / Foerde.news

Ein missglückter Drogendeal löst Polizeieinsatz aus - Fotos: Thomsen

Flensburg – Am Montagabend ist es in Weiche im Bereich Amrumer Straße/Ochsenweg/Nikolaus-Matthiesen-Straße zu einer Auseinandersetzung im Umfeld eines mutmaßlichen Drogengeschäfts gekommen. Zwei junge Männern sollen versucht haben, einen 35-Jährigen zu berauben. Es kam zu einer Schlägerei, bei der ein 20-Jähriger verletzt wurde und ins Krankenhaus kam. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

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Nach Angaben des Presssprecher Jan Krüger von der Polizeidirektion Flensburg wurden Beamte gegen 19.45 Uhr alarmiert, weil zunächst von zwei, später von bis zu vier Personen die Rede war, die sich prügeln sollten. Vor Ort stellte sich heraus, dass drei Männer beteiligt waren: ein 35-Jähriger sowie zwei junge Männern im Alter von 20 und 18 Jahren. Weitere Personen traten lediglich als Zeugen auf.

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Nach Angaben des Drogendealers soll es zunächst zu einem Aufeinandertreffen im Bereich der Amrumer Straße gekommen sein. weiter erklärte Krüger "In der Folge versuchten der 20- und der 18-Jährige offenbar, den 35-Jährigen, der als Drogendealer eingeordnet wird, „abzuziehen“ ". Der 35-Jährige wehrte sich, es kam zu einer Prügelei im Bereich vor einem Chinarestaurant. Dabei erlitt der 20-Jährige durch einen Kopfstoß Verletzungen und wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Der 18-Jährige blieb unverletzt.

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In der Nähe des Chinarestaurants, im Ochsenweg, stellten die Beamten eine Tüte mit Marihuana sicher. Nach Polizeiangaben handelt es sich dabei um eine mittlere zweistellige Grammmenge, deutlich weniger als die zunächst, vom Dealer erwähnten 300 Gramm.

"Der 35-Jährige flüchtete nach der Auseinandersetzung in eine nahe gelegene Bank, um sich vor weiteren Angriffen zu verstecken", so der Pressesprecher weiter. Dort traf die Polizei ihn an und nahm seine Aussage auf. Deshalb standen Einsatzfahrzeuge von Polizei und Kriminalpolizei auch vor diesem Gebäude.

Strafrechtlich wird der Vorfall vielschichtig bewertet: Der 35-Jährige gilt als Geschädigter eines Raubes, wird zugleich aber als Beschuldigter einer Körperverletzung geführt. Der 20-Jährige wiederum ist Beschuldigter des Raubes und Geschädigter der Körperverletzung. Der 18-Jährige wird ebenfalls als Beschuldigter des Raubes geführt.

In der Bank wurde beim Drogendealer ein Drogenschnelltest von der Polizei gemacht.

Abschließend erklärte Jan Krüger: "Neben dem Raubdelikt prüfen die Ermittler auch einen möglichen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz im Zusammenhang mit dem aufgefundenen Marihuana und dem geschilderten Drogengeschäft". Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Vorfalls dauern an.