Mehrere Verletzte bei Kreuzungsunfall in Oeversee

 |  von Thomsen / Foerde.news

Ein Motorradfahrer ist trotz zahlreicher Rettungsfahrzeuge in die gesperrte Einsatzstelle gefahren - Fotos: Thomsen

Oeversee – Bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße in Oeversee sind am frühen Montagnachmittag mehrere Menschen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kollidierten im Kreuzungsbereich ein Cupra und ein Mercedes. Zwei Fahrerinnen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

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Nach bisherigen Erkenntnissen war eine Fahrerin mit ihrer Beifahrerin in einem Cupra auf der Kreisstraße aus Richtung Flensburg in Fahrtrichtung Tarp unterwegs. Sie wollte im Kreuzungsbereich geradeaus weiterfahren. Zur gleichen Zeit fuhr eine Mercedes-Fahrerin ebenfalls auf der Kreisstraße aus Richtung Husum in Fahrtrichtung Oeverseee auf dem Oeverseering. Im Kreuzungsbereich kam es schließlich zum Zusammenstoß.

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Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die Mercedes-Fahrerin vorfahrtberechtigt. Warum die Cupra-Fahrerin trotz mehrerer Stoppschilder nicht anhielt, ist bislang unklar.

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Die Wucht des Aufpralls war erheblich. Der Cupra drehte sich im Kreuzungsbereich um die eigene Achse. Der Mercedes wurde in einen etwa zwei Meter tiefer liegenden Straßengraben geschleudert und kam dort zum Stehen.

Ersthelfer kümmerten sich unmittelbar um die Insassen und alarmierten die Rettungskräfte. Die Leitstelle Nord entsandte mehrere Rettungswagen sowie den Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 zur Unfallstelle. Vor Ort stellte sich die Lage jedoch als weniger schwerwiegend heraus als zunächst vermutet. Keine der beteiligten Personen musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät aus den Fahrzeugen befreit werden. Die Feuerwehr kümmerte sich stattdessen um auslaufende Betriebsstoffe und klemmte die Batterien beider Fahrzeuge ab.

Die Insassen wurden noch an der Unfallstelle untersucht. Die Beifahrerin im Mercedes musste nicht ins Krankenhaus, erlitt jedoch einen Schock. Die beiden Fahrerinnen der beteiligten Fahrzeuge wurden mit leichten Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Der Rettungshubschrauber konnte die Einsatzstelle ohne Patienten wieder verlassen.

Während Polizei und Feuerwehr die Unfallstelle vollständig gesperrt hatten, fuhr ein Motorradfahrer dennoch in den gesperrten Bereich. „Weil er ja da immer durchfährt“, zitierte eine Polizistin dessen Begründung. Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen der Behinderung von Rettungswegen vorgegangen. Ihm drohen eine Geldstrafe sowie Punkte in Flensburg. Anschließend musste er sein Motorrad wieder aus dem Einsatzbereich schieben.

Die Unfallstelle wurde gegen 17.50 Uhr geräumt. Danach konnten Fahrzeuge halbseitig an der Einsatzstelle vorbeigeleitet werden. Die beiden beschädigten Autos mussten geborgen und abgeschleppt werden. Bis etwa 18.30 Uhr blieb die Einfahrt gesperrt.